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Im Slalom durch die Wolken
Viele Wege führen nach... Angeles (Philippinen)! Leider klappt es mit dem geplanten
Direktflug von Bangkok nach Clark Airport immer noch nicht. Irgend jemand
scheint etwas dagegen zu haben. Wer jedoch unbedingt Clark dem Manila Airport
vorzieht und etwas Zeit hat, für den gibt es den Flug mit der Air Asia von
Bangkok über Kota Kinabalu in Borneo (Ost-Malaysia). Mann muss allerdings in KK
(wie Kota Kinabalu auch genannt wird) übernachten, denn es gibt keinen
Anschlussflug. Via Internet habe ich den dreistündigen Flug nach KK für gerade
1’949 Baht (CHF 67.-) gebucht. Der Weiterflug nach Clark hin und zurück (die
Philippinen verlangen immer ein Ausreiseticket) kostet dann nochmals 305
Malaysian Ringgit (ca. CHF 105.-).
Der Abflug in Bangkok ist um 14.35 Uhr, Zeit die Rekognoszierung des neuen
Flughafens am Tage fortzusetzen. Der Empfang in der Abflughalle ist mit einer
schönen Nagaschlange gelungen. Einziger Nachteil: viele wolle diese fotografieren und es
gibt einen Stau. Wie schon früher berichtet, gleicht die Abflughalle einem
Shoppingcenter. Gemäss Flughafenprospekt insgesamt 92 Läden! Die Restaurants
welche ich letztmals gesucht habe gibt es auch, insgesamt 37, diese befinden
sich jedoch in den äusseren Enden der Halle. Ein Business-Center gibt es im
Komplex G, gar nicht zentral gelegen. Eine Post habe ich keine gefunden.
   Flughafen Suvarnabhumi Bangkok
     Eingang zur Abflughalle
    
  
  
Bei der Air Asia gibt es keine Sitzzuteilung. Beim Aufruf des Fluges stürzen
sich daher die Passagiere zum Gate um einen Fensterplatz zu kriegen. Ich bin
einer der letzten der in den Bus einsteigt. Doch wer zuletzt einsteigt, steigt
auch zuerst aus. So habe ich freie die Wahl. Bei Air Asia gibt es keine
Gratisverpflegung. Ein Mineralwasser kostet 40 Baht, ein Pepsi oder 7Up 50 Baht,
ein Kit Kat 50 Baht und ein Sandwich 80 Baht. Es gibt auch kein Inflight-Magazin
mit Flugroute. Ich kann daher die Route nur erraten. Wir fliegen über eine
grössere Stadt. Vermutlich Phnom Penh. Ja, eine grosse Stadt an zwei Flüssen
liegend, das kann nur die kambodschanische Hauptstadt sein. Auch von der
Flugdauer her, kann es zutreffen. Nach erreichen der vietnamesischen Küste dreht
die Maschine Richtung Süd-Osten ab. Über der südchinesischen See kommt es zu
schönen Wolkenformationen. Doch schon bald fliegen wir einer schwarzen
Wolkenfront entgegen. Den unzähligen Richtungsänderungen zu schliessen, fliegt
der Pilot anscheinend im Slalom durch die Wolken. Der Flug dauert 2 Std und 50
Minuten.
     Flug nach Kota Kinabalu

Hundert Kilometer für eine Blume
Es ist bereits dunkel als wir in KK landen. Air Asia baut gerade einen neuen
Terminal, die Lokalitäten sind daher etwas chaotisch. Es gibt keine Bank um Geld
zu wechseln. Der Taxifahrer nimmt jedoch auch US $. Sieben Dollars kostet die
Fahrt in die Stadt.
Ich bin in der Summer Lodge unterbracht. Eine super gute Adresse. Ich habe zwei
Tage Zeit mich hier umzuschauen. Im tropischen Regenwald von Borneo gibt es eine
exotische Flora im Überschuss. Hier findet man auch die grösste Blume der Welt,
die Rafflesia. Sie ist aber eine der am schwersten zu findenden Blumen. Sie
braucht fünfzehn Monate um ihre Knospe zu bilden, blüht aber nur sieben Tage!
Man muss also unheimlich Glück haben eine solche zu sehen. Beim Frühstück
erzählt ein Ehepaar von diesem Glück. Beim Eingang der heissen Quellen in Poring
solle eine blühen. Sie waren vor zwei Tagen dort. Also, nichts wie los um dieses
einmalige Spektakel zu bewundern. Hundert Kilometer für eine Blume! Leider komme
ich zu spät. Sie ist schon verblüht. In einem Monat soll eine neue blühen. Die
Fahrt nach Ranau ist zum Glück nicht ganz umsonst. Auf der Fahrt ins
Landesinnere begleitet mich der ständige imposante Anblick des
Mount Kinabalu, mit 4095 m der höchste Berg Südostasiens. Wenigstens hatte ich das Glück den Gipfel
zu sehen, denn meistens soll dieser um 09.00 Uhr bereits in den Wolken verhüllt
sein.
 Ziel meines Ausfluges: die grösste Blume der Welt Bild © Malaysia Tourist Office
 
Auf der Fahrt nach Ranau
 Mount Kinabalu, mit 4095 m der höchste Berg Südostasiens
   Ranau:
Bild li der Kinabalu von den Wolken verhüllt - Bild re die Moschee
     Die heissen Quellen von Poring

Moderne, saubere Stadt
KK, bis 1968 Jesselton genannt, ist eine erstaunlich moderne, friedliche und saubere Stadt. Es ist die
Hauptstadt von Sabah. Auch die Leute sind sehr freundlich und ehrlich. Ich hatte
während meines kurzen Aufenthaltes nie den Eindruck „abgezockt“ zu werden.
Beeindruckt hat mich wie diskret hier die Religion des Islams ausgeführt wird.
Auch in KK mache ich erneut eine überraschende Entdeckung: die Konditorei
Hiestand! Schweizer Bäcker und Konditor haben scheinbar weltweit einen guten
Ruf. Einmal mehr schaue ich nicht auf die "Linie" und gönne mir ein
Eclair
chocolat und zwei Cherry tarts.
Mit dem Angebot von Air Asia und Malaysian Airlines wird KK zu einer
kleinen Drehscheibe in diesem Gebiet. Immer mehr Touristen entdecken KK. Es gibt
wunderbare Badestrände, Tauchreviere, Golfplätze und vieles mehr. Zum Abschluss
meines Trekkings in Sikkim, wollte ich ursprünglich auch den Mount Kinabalu
besteigen. Dies werden wir wohl auf ein nächstes Mal verschieben. Beim nächsten
Mal werde ich dann auch die „wilden Männer von Borneo“, die Orang Utangs in
ihrem Schutzgebiet von Sepilok besuchen.
     Kota Kinabalu

    
  
    

Zurück in die Philippinen
Der Flug nach Clark Airport dauert zwei Stunden. Es ist ein wunderschöner Flug.
Ich staune immer wieder, wie wenig sich die Leute über die herrliche Aussicht
freuen. Ich beauftrage die Air Hostess, dass mir der Kapitän mitteilen lässt,
wenn wir über die Insel Palawan fliegen. Die Hostessen sind jedoch zu sehr mit
dem Verkauf von Drinks beschäftigt. Meine geographischen Kenntnisse sind in der
Zwischenzeit jedoch so weit fortgeschritten, dass ich mich auch ohne Hilfe des
Piloten orientieren kann. Im Osten erkennt man die Küsten der Inseln Cebu und
Negros. Ich bin entzückt als ich die Bucht von Port Barton erkenne. Wir fliegen
über El Nido Richtung Busuanga und Mindoro. Die gleiche Strecke wie damals mit
der Sea Air, nur etwas höher. Mein Herz schlägt plötzlich höher als ich die
Insel Corregidor in der Bucht von Manila erkenne. Dann bin ich jedoch total
verloren. Erst als ich kurz vor der Landung der Mount Arayat sehe bin ich
sicher, dass wir in Clark Airport landen.
   Abflug von Kota Kinabalu
     Über den Philippinen: Bild Mitte - Ostküste von Palawan, Bild rechts - Port Barton
     Anflug von Clark Airport - Bild links: Sacobia River mit der Lahar Verwüstung
Zum Pinatubo Kratersee
Einiges hat sich seit meinem letzten Besuch im 2000 (siehe Rubrik Mabuhay
Reisebericht Nr. 2) geändert. Der Aufstieg ist wesentlich leichter. Mussten wir
damals ab der Aeta-Siedlung Bangan Tungol laufen, kann man heute mit dem 4x4
viel weiter hinauffahren und verkürzt dadurch den Weg um etwa zwei Stunden.
  
    
    
    
  
    
Fred (66) ist unser Führer. Er hat diese Tour schon über Hundert Mal gemacht.

Der Kratersee
    
    
    
Die Wanderung durch die Laharschluchten hinauf zum Kratersee war für alle
Teilnehmer erneut ein eindrückliches Erlebnis, das ich allen nur wärmstens
empfehlen kann.
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