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Mabuhay Vom Mount Kinabalu zum Mount Pinatubo
Rückreise in die Philippinen über Kota Kinabalu (Malaysia Borneo)
(ND 05 / 21.11.2006)

Im Slalom durch die Wolken

Viele Wege führen nach... Angeles (Philippinen)! Leider klappt es mit dem geplanten Direktflug von Bangkok nach Clark Airport immer noch nicht. Irgend jemand scheint etwas dagegen zu haben. Wer jedoch unbedingt Clark dem Manila Airport vorzieht und etwas Zeit hat, für den gibt es den Flug mit der Air Asia von Bangkok über Kota Kinabalu in Borneo (Ost-Malaysia). Mann muss allerdings in KK (wie Kota Kinabalu auch genannt wird) übernachten, denn es gibt keinen Anschlussflug. Via Internet habe ich den dreistündigen Flug nach KK für gerade 1’949 Baht (CHF 67.-) gebucht. Der Weiterflug nach Clark hin und zurück (die Philippinen verlangen immer ein Ausreiseticket) kostet dann nochmals 305 Malaysian Ringgit (ca. CHF 105.-).
Der Abflug in Bangkok ist um 14.35 Uhr, Zeit die Rekognoszierung des neuen Flughafens am Tage fortzusetzen. Der Empfang in der Abflughalle ist mit einer schönen Nagaschlange gelungen. Einziger Nachteil: viele wolle diese fotografieren und es gibt einen Stau. Wie schon früher berichtet, gleicht die Abflughalle einem Shoppingcenter. Gemäss Flughafenprospekt insgesamt 92 Läden! Die Restaurants welche ich letztmals gesucht habe gibt es auch, insgesamt 37, diese befinden sich jedoch in den äusseren Enden der Halle. Ein Business-Center gibt es im Komplex G, gar nicht zentral gelegen. Eine Post habe ich keine gefunden.


Flughafen Suvarnabhumi Bangkok


Eingang zur Abflughalle

Bei der Air Asia gibt es keine Sitzzuteilung. Beim Aufruf des Fluges stürzen sich daher die Passagiere zum Gate um einen Fensterplatz zu kriegen. Ich bin einer der letzten der in den Bus einsteigt. Doch wer zuletzt einsteigt, steigt auch zuerst aus. So habe ich freie die Wahl. Bei Air Asia gibt es keine Gratisverpflegung. Ein Mineralwasser kostet 40 Baht, ein Pepsi oder 7Up 50 Baht, ein Kit Kat 50 Baht und ein Sandwich 80 Baht. Es gibt auch kein Inflight-Magazin mit Flugroute. Ich kann daher die Route nur erraten. Wir fliegen über eine grössere Stadt. Vermutlich Phnom Penh. Ja, eine grosse Stadt an zwei Flüssen liegend, das kann nur die kambodschanische Hauptstadt sein. Auch von der Flugdauer her, kann es zutreffen. Nach erreichen der vietnamesischen Küste dreht die Maschine Richtung Süd-Osten ab. Über der südchinesischen See kommt es zu schönen Wolkenformationen. Doch schon bald fliegen wir einer schwarzen Wolkenfront entgegen. Den unzähligen Richtungsänderungen zu schliessen, fliegt der Pilot anscheinend im Slalom durch die Wolken. Der Flug dauert 2 Std und 50 Minuten.


Flug nach Kota Kinabalu

Hundert Kilometer für eine Blume

Es ist bereits dunkel als wir in KK landen. Air Asia baut gerade einen neuen Terminal, die Lokalitäten sind daher etwas chaotisch. Es gibt keine Bank um Geld zu wechseln. Der Taxifahrer nimmt jedoch auch US $. Sieben Dollars kostet die Fahrt in die Stadt.
Ich bin in der Summer Lodge unterbracht. Eine super gute Adresse. Ich habe zwei Tage Zeit mich hier umzuschauen. Im tropischen Regenwald von Borneo gibt es eine exotische Flora im Überschuss. Hier findet man auch die grösste Blume der Welt, die Rafflesia. Sie ist aber eine der am schwersten zu findenden Blumen. Sie braucht fünfzehn Monate um ihre Knospe zu bilden, blüht aber nur sieben Tage! Man muss also unheimlich Glück haben eine solche zu sehen. Beim Frühstück erzählt ein Ehepaar von diesem Glück. Beim Eingang der heissen Quellen in Poring solle eine blühen. Sie waren vor zwei Tagen dort. Also, nichts wie los um dieses einmalige Spektakel zu bewundern. Hundert Kilometer für eine Blume! Leider komme ich zu spät. Sie ist schon verblüht. In einem Monat soll eine neue blühen. Die Fahrt nach Ranau ist zum Glück nicht ganz umsonst. Auf der Fahrt ins Landesinnere begleitet mich der ständige imposante Anblick des  Mount Kinabalu, mit 4095 m der höchste Berg Südostasiens. Wenigstens hatte ich das Glück den Gipfel zu sehen, denn meistens soll dieser um 09.00 Uhr bereits in den Wolken verhüllt sein.


Ziel meines Ausfluges: die grösste Blume der Welt
Bild © Malaysia Tourist Office

    
Auf der Fahrt nach Ranau


Mount Kinabalu, mit 4095 m der höchste Berg Südostasiens


Ranau: Bild li der Kinabalu von den Wolken verhüllt - Bild re die Moschee


Die heissen Quellen von Poring

Moderne, saubere Stadt

KK, bis 1968 Jesselton genannt, ist eine erstaunlich moderne, friedliche und saubere Stadt. Es ist die Hauptstadt von Sabah. Auch die Leute sind sehr freundlich und ehrlich. Ich hatte während meines kurzen Aufenthaltes nie den Eindruck „abgezockt“ zu werden. Beeindruckt hat mich wie diskret hier die Religion des Islams ausgeführt wird.
Auch in KK mache ich erneut eine überraschende Entdeckung: die Konditorei Hiestand! Schweizer Bäcker und Konditor haben scheinbar weltweit einen guten Ruf. Einmal mehr schaue ich nicht auf die "Linie" und gönne mir ein Eclair chocolat und zwei Cherry tarts.
Mit dem Angebot von Air Asia und Malaysian Airlines wird KK zu einer kleinen Drehscheibe in diesem Gebiet. Immer mehr Touristen entdecken KK. Es gibt wunderbare Badestrände, Tauchreviere, Golfplätze und vieles mehr. Zum Abschluss meines Trekkings in Sikkim, wollte ich ursprünglich auch den Mount Kinabalu besteigen. Dies werden wir wohl auf ein nächstes Mal verschieben. Beim nächsten Mal werde ich dann auch die „wilden Männer von Borneo“, die Orang Utangs in ihrem Schutzgebiet von Sepilok besuchen.


Kota Kinabalu

Zurück in die Philippinen

Der Flug nach Clark Airport dauert zwei Stunden. Es ist ein wunderschöner Flug. Ich staune immer wieder, wie wenig sich die Leute über die herrliche Aussicht freuen. Ich beauftrage die Air Hostess, dass mir der Kapitän mitteilen lässt, wenn wir über die Insel Palawan fliegen. Die Hostessen sind jedoch zu sehr mit dem Verkauf von Drinks beschäftigt. Meine geographischen Kenntnisse sind in der Zwischenzeit jedoch so weit fortgeschritten, dass ich mich auch ohne Hilfe des Piloten orientieren kann. Im Osten erkennt man die Küsten der Inseln Cebu und Negros. Ich bin entzückt als ich die Bucht von Port Barton erkenne. Wir fliegen über El Nido Richtung Busuanga und Mindoro. Die gleiche Strecke wie damals mit der Sea Air, nur etwas höher. Mein Herz schlägt plötzlich höher als ich die Insel Corregidor in der Bucht von Manila erkenne. Dann bin ich jedoch total verloren. Erst als ich kurz vor der Landung der Mount Arayat sehe bin ich sicher, dass wir in Clark Airport landen.


Abflug von Kota Kinabalu


Über den Philippinen: Bild Mitte - Ostküste von Palawan, Bild rechts - Port Barton


Anflug von Clark Airport - Bild links: Sacobia River mit der Lahar Verwüstung

Zum Pinatubo Kratersee

Einiges hat sich seit meinem letzten Besuch im 2000 (siehe Rubrik Mabuhay Reisebericht Nr. 2) geändert. Der Aufstieg ist wesentlich leichter. Mussten wir damals ab der Aeta-Siedlung Bangan Tungol laufen, kann man heute mit dem 4x4 viel weiter hinauffahren und verkürzt dadurch den Weg um etwa zwei Stunden.


Fred (66) ist unser Führer. Er hat diese Tour schon über Hundert Mal gemacht.


Der Kratersee

Die Wanderung durch die Laharschluchten hinauf zum Kratersee war für alle Teilnehmer erneut ein eindrückliches Erlebnis, das ich allen nur wärmstens empfehlen kann.





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©1999-2008 Text und Foto Willy Blaser, info@willyblaser.ch