1. Ausflug: Guiuan, neues Ferienparadies?
„Samar - Where the Philippines meets the Pacific“
– wo die Philippinen dem Pazifik begegnen! Die Reklame tönt gut, Eastern Samar
ist jedoch touristisch (für ausländische Touristen) nicht besonders von grossem
Interesse. Es gibt einige Strände in der Nähe der Provinzhauptstadt Borongan die
für Surfer interessant sein sollen, die lange Anreise halten die meisten
Touristen jedoch davon ab hierher zu kommen. Wenn schon, dann in Guiuan, an der
südlichen Spitze von Samar. Auf der benachbarten Insel Calicoan soll bis im
Jahre 2010 ein „Boracay in the Pacific“ entstehen. Die Insel ist als
Surferparadies bekannt und seine Sandstrände sollen ebenfalls Schwimmer und
Schnorchler anlocken. Lokale Politiker hoffen, dass der vorhandene Flughafen
relativ rasch für kommerzielle Flüge operationell sein wird. Einige
Fluggesellschaften wie Asian Spirit hätten bereits Interesse bekundet Flüge nach
Guinan zu lancieren, sobald die Verbesserungen des Flughafens fertig sind.
Das Gebiet ist aber auch aus zwei geschichtlichen Ereignissen bekannt und
interessant. Vor 486 Jahren landete Magellan auf der Nachbarinsel Homonshon
(siehe Mabuhay – klicke auf Länderinfos Philippinen) und während des 2.
Weltkrieges bauten die Amerikaner hier die grösste Luft- und Marinebase in ganz
Philippinen.
   Bild links: Abfahrt mit dem Trike um 05.00 Uhr - Bild rechts: Morgenstimmung in Llorente
 Die Küstenstrasse wurde von den Japanern finanziert. Bild links: die Abzweigung nach Tacloban
 Frühstück in Guiuan
     Mmmmh! Krevetten, Calamares und Fische
   Der Markt

Als weitere Attraktion gilt die im
18. Jahrhundert erbaute katholische Kirche Immaculate Conception. Mit der
Landung Magellans hatten die Eroberer nebst der kolonialen Eroberung vor allem
die Christianisierung des Landes zum Ziel. Um die Messen abzuhalten wurden am
Anfang ganz bescheidene Holz- oder Bambushütten mit Stroh- oder
Nippa-Palmdächern gebaut. Der Bau von steinernen Kirchen erfolgt ab 1571 mit der
Etablierung des Kolonialregimes durch den Spanier Legaspi. Mitte des 16.
Jahrhunderts bauten Jesuiten mit der Hilfe von Einheimischen (Zwangsarbeit) in
Guiuan ein Fort um sich vor bewaffneten Angreifern zu schützen und zu
verteidigen. Dazu wurden sechs bronzene Kanonen verschiedenen Kalibers und
verschiedene Waffen mit den Almosen der Einheimischen gekauft. Geblieben sind
nur noch der südöstliche und südwestliche Teil des Forts. Die heutige Kirche
wurde im 18. Jahrhundert erbaut und diente während des 2. Weltkrieges den
Amerikanern als Spital.
     Die Kirche Immaculate Conception
Etwas abseits des Zentrums liegt
der Air Strip, der 1944 von der Navy gebaut wurde und als Basis der 13. Air
Force in den letzten Monaten des Krieges diente. Angeblich soll die „Enola Gay“
auf ihrem Weg nach der kleinen Insel Tinian (Mariannen) wo „little boy“, wie die
Atombombe die auf Hiroshima niederging hiess, endgültig zusammengesetzt wurde,
hier zwischengelandet sein.
     Der Airstrip von Guiuan ist 2,084 Km lang und 40 Meter breit

    
Eher weniger besucht, weil nicht
bekannt und hinter dem Flughafen auf einem Hügel gelegen, ist die Wetterstation
PAGASA. Sie wurde als erste Radar Radio Station der Philippinen 1969 als
Frühwarnsystem für Taifune erbaut. Die Station liegt 60 Meter über dem Meer.
Schon nur die schöne Aussicht auf die Insel Homonhon und die in Kokoshainen
gebaute Landepiste der Amerikaner ist der Aufstieg wert. Der diensthabende
Beamte ist bei Anfrage auch gerne bereit eine kleine Besichtigung der Station zu
erlauben.
     Aufstieg zur PAGASA Weather Station
   Bild links: Der Airstrip inmitten der Kokospalmen - Bild rechts: im Hintergrund die Insel Homonhon
     Guiuan
   Halt auf dem Rückweg - Bacuraw Beach in Llorente
2. Ausflug zur Liliputan Beach
Zwanzig Kilometer nördlich von Borongan, in San
Julian, liegt das Liliputan Rocky Beach Resort, ein beliebter Ausflugsort zum
Schwimmen und Picknicken für Einheimische. Wer dem Namen zufolge einen kleinen,
niedlichen Strand erwartet, wird sich gewaltig täuschen.
Die Sehenswürdigkeit der Beach bilden die natürlichen Felsformationen die vor
Millionen vor Jahren entstanden sind. Der schmale Weg der zu den Cottages führt
durch zwei Felsformationen die eine Höhle bilden. Auf der anderen Seiten
erstrahlt das Blau des Pazifischen Ozeans, dessen weissschäumenden Wellen die
tagtägliche rhythmische Musik der Küstenbewohner ertönen lassen.
Das Wasser ist kristallklar und vom Korallenriff von Wellen geschützt. Die
Strasse nach San Julian ist jedoch teilweise in einem dermassen jämmerlichen
Zustand, dass die Fahrt durch die schöne Landschaft eher ein Ärgernis, eine
Zumutung ist. Sorry Herr Bürgermeister, aber Ihren Strand werde ich niemanden empfehlen.
     Unterwegs nach Borongan
    
  
 Meine Lieblingsbeach: Omawas
    
     Stopp in der Schreinerei von Camada um Möbel zu bestellen
     Bilder links und mitte: Lalawigan Beach - Bild rechts: Katholische Kirche von Cabong
   Borongan
     Die Bucht von Borongan
     Auf der Weiterfahrt nach San Julian
     Die Liliputan Beach
    
    
3. Ausflug zur Poro (Insel)
Weshalb so weit gehen, wenn wir gleich um die Hausecke ein so schöner und gepflegter Pic-nic Strand mit Cottages haben?
    
     "Unser" Strand gleich um die Hausecke
    
Bei Ebbe ist die Insel leicht zu Fuss zu erreichen...
 ... mit soviel Gepäck ist es mit dem Boot einfacher
     Der Weg führt durch Mangroven zu den Cottages
    
     Schnocheln und Schwimmen gibt Hunger
    
   Ein gelungener Ausflug (Roter Pfeil - unser Haus)
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