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Mabuhay Sonntagsausflüge (ND 06 / 23.04.2007)


1. Ausflug: Guiuan, neues Ferienparadies?

„Samar - Where the Philippines meets the Pacific“ – wo die Philippinen dem Pazifik begegnen! Die Reklame tönt gut, Eastern Samar ist jedoch touristisch (für ausländische Touristen) nicht besonders von grossem Interesse. Es gibt einige Strände in der Nähe der Provinzhauptstadt Borongan die für Surfer interessant sein sollen, die lange Anreise halten die meisten Touristen jedoch davon ab hierher zu kommen. Wenn schon, dann in Guiuan, an der südlichen Spitze von Samar. Auf der benachbarten Insel Calicoan soll bis im Jahre 2010 ein „Boracay in the Pacific“ entstehen. Die Insel ist als Surferparadies bekannt und seine Sandstrände sollen ebenfalls Schwimmer und Schnorchler anlocken. Lokale Politiker hoffen, dass der vorhandene Flughafen relativ rasch für kommerzielle Flüge operationell sein wird. Einige Fluggesellschaften wie Asian Spirit hätten bereits Interesse bekundet Flüge nach Guinan zu lancieren, sobald die Verbesserungen des Flughafens fertig sind. Das Gebiet ist aber auch aus zwei geschichtlichen Ereignissen bekannt und interessant. Vor 486 Jahren landete Magellan auf der Nachbarinsel Homonshon (siehe Mabuhay – klicke auf Länderinfos Philippinen) und während des 2. Weltkrieges bauten die Amerikaner hier die grösste Luft- und Marinebase in ganz Philippinen.


Bild links: Abfahrt mit dem Trike um 05.00 Uhr - Bild rechts: Morgenstimmung in Llorente

     
Die Küstenstrasse wurde von den Japanern finanziert. Bild links: die Abzweigung nach Tacloban


Frühstück in Guiuan


Mmmmh! Krevetten, Calamares und Fische


Der Markt

Als weitere Attraktion gilt die im 18. Jahrhundert erbaute katholische Kirche Immaculate Conception. Mit der Landung Magellans hatten die Eroberer nebst der kolonialen Eroberung vor allem die Christianisierung des Landes zum Ziel. Um die Messen abzuhalten wurden am Anfang ganz bescheidene Holz- oder Bambushütten mit Stroh- oder Nippa-Palmdächern gebaut. Der Bau von steinernen Kirchen erfolgt ab 1571 mit der Etablierung des Kolonialregimes durch den Spanier Legaspi. Mitte des 16. Jahrhunderts bauten Jesuiten mit der Hilfe von Einheimischen (Zwangsarbeit) in Guiuan ein Fort um sich vor bewaffneten Angreifern zu schützen und zu verteidigen. Dazu wurden sechs bronzene Kanonen verschiedenen Kalibers und verschiedene Waffen mit den Almosen der Einheimischen gekauft. Geblieben sind nur noch der südöstliche und südwestliche Teil des Forts. Die heutige Kirche wurde im 18. Jahrhundert erbaut und diente während des 2. Weltkrieges den Amerikanern als Spital.


Die Kirche Immaculate Conception

Etwas abseits des Zentrums liegt der Air Strip, der 1944 von der Navy gebaut wurde und als Basis der 13. Air Force in den letzten Monaten des Krieges diente. Angeblich soll die „Enola Gay“ auf ihrem Weg nach der kleinen Insel Tinian (Mariannen) wo „little boy“, wie die Atombombe die auf Hiroshima niederging hiess, endgültig zusammengesetzt wurde, hier zwischengelandet sein.


Der Airstrip von Guiuan ist 2,084 Km lang und 40 Meter breit

Eher weniger besucht, weil nicht bekannt und hinter dem Flughafen auf einem Hügel gelegen, ist die Wetterstation PAGASA. Sie wurde als erste Radar Radio Station der Philippinen 1969 als Frühwarnsystem für Taifune erbaut. Die Station liegt 60 Meter über dem Meer. Schon nur die schöne Aussicht auf die Insel Homonhon und die in Kokoshainen gebaute Landepiste der Amerikaner ist der Aufstieg wert. Der diensthabende Beamte ist bei Anfrage auch gerne bereit eine kleine Besichtigung der Station zu erlauben.


Aufstieg zur PAGASA Weather Station


Bild links: Der Airstrip inmitten der Kokospalmen - Bild rechts: im Hintergrund die Insel Homonhon


Guiuan


Halt auf dem Rückweg - Bacuraw Beach in Llorente

2. Ausflug zur Liliputan Beach

Zwanzig Kilometer nördlich von Borongan, in San Julian, liegt das Liliputan Rocky Beach Resort, ein beliebter Ausflugsort zum Schwimmen und Picknicken für Einheimische. Wer dem Namen zufolge einen kleinen, niedlichen Strand erwartet, wird sich gewaltig täuschen. Die Sehenswürdigkeit der Beach bilden die natürlichen Felsformationen die vor Millionen vor Jahren entstanden sind. Der schmale Weg der zu den Cottages führt durch zwei Felsformationen die eine Höhle bilden. Auf der anderen Seiten erstrahlt das Blau des Pazifischen Ozeans, dessen weissschäumenden Wellen die tagtägliche rhythmische Musik der Küstenbewohner ertönen lassen. Das Wasser ist kristallklar und vom Korallenriff von Wellen geschützt. Die Strasse nach San Julian ist jedoch teilweise in einem dermassen jämmerlichen Zustand, dass die Fahrt durch die schöne Landschaft eher ein Ärgernis, eine Zumutung ist. Sorry Herr Bürgermeister, aber Ihren Strand werde ich niemanden empfehlen.


Unterwegs nach Borongan


Meine Lieblingsbeach: Omawas


Stopp in der Schreinerei von Camada um Möbel zu bestellen


Bilder links und mitte: Lalawigan Beach - Bild rechts: Katholische Kirche von Cabong


Borongan


Die Bucht von Borongan


Auf der Weiterfahrt nach San Julian


Die Liliputan Beach

3. Ausflug zur Poro (Insel)

Weshalb so weit gehen, wenn wir gleich um die Hausecke ein so schöner und gepflegter Pic-nic Strand mit Cottages haben?


"Unser" Strand gleich um die Hausecke


Bei Ebbe ist die Insel leicht zu Fuss zu erreichen...


... mit soviel Gepäck ist es mit dem Boot einfacher


Der Weg führt durch Mangroven zu den Cottages


Schnocheln und Schwimmen gibt Hunger


Ein gelungener Ausflug (Roter Pfeil - unser Haus)




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©1999-2008 Text und Foto Willy Blaser, info@willyblaser.ch