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Mabuhay Indien / Thailand / Laos (RB15 / 16.12.2001) Länderinfos: Indien Länderinfos: Thailand Länderinfos: Laos

Kalkutta liegt am Ganges…

Dass mir die Sicht auf die Berge nur für wenige Sekunden gegönnt wurde, fuxt mich dennoch. Es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als nochmals nach Darjeeling zurück zu kehren. In Kurseong verlassen wir die Hauptstrasse und folgen einer Nebenstrasse, die uns durch grosse Teeplantangen führt. Hier ist der Casteon Tea Estate, der Champagner unter den Tees zu Hause. Die Fahrt hinunter in die Ebene nach Siliguri erscheint wesentlich steiler und kurviger als bei der Hinfahrt. Offenbar haben wir eine Abkürzung genommen. Am frühen Nachmittag bin ich bereits in Siliguri. Ich besorge mir das Busbillet für die Fahrt nach Kalkutta. Es soll schnelle und gute Verbindungen geben. Der Bus fährt aber erst um 19.30 Uhr. Sieben Stunden Wartezeit bei dieser brütenden Hitze! Was soll ich während dieser Zeit machen? Den ganzen Nachmittag im Busbahnhof auf einer Bank sitzen? Ach, wie mühsam ist doch das Reisen! Manchmal habe ich wirklich die Nase voll. Ein Schlepper will mich überreden in ein Hotel zu gehen, wo man angeblich für 2000 Rupien mit jungen Nepalesinnen zusammen sein kann. Auch das noch! Um die Zeit einigermassen angenehm bis zur Abfahrt verbringen zu können, miete ich mir in der Nähe des Busbahnhofs ein Zimmer. Obwohl der Ventilator auf der höchsten Stufe läuft, ist es drückend heiss. Doch wenigstens kann ich mich ein wenig entspannen. Gerade in solchen Momenten schätz man es sehr, einen Walkman mit meiner Lieblingsmusik dabei zu haben. Unzählige Male höre ich mir die wunderschönen Melodien "Anak" von Freddie Aguilar (Philippinen) und "Talee sai" von Pongpat (Thailand) an. Mit Musik kann man die Reisestrapazen etwas vergessen, die Zeit geht auch schneller vorbei. Als es Zeit wird, sich zum Busbahnhof zu begeben, fegt ein sintflutartiges Gewitter über die Stadt. "Kolkatta?, Kolkatta?", so heisst Kalkutta. Ich nicke und werde zum Bus hingewiesen. Ich bin jedoch noch zu früh. Ich komme ins Gespräch mit jungen Burschen die Uhren und Parfums verkaufen, ein Auge dabei immer auf das Gepäck haltend. Man kann so schnell abgelenkt werden und hop, schon ist eine Tasche weg. Wertvolles, ausser dem Fotoapparat würde ihnen nicht in die Hände fallen, doch schon nur der Verlust der Dias wäre für mich eine Katastrophe. Die ersten Passagiere steigen in den Bus ein. Ich kontrolliere zweimal ob mein Rucksack auch wirklich eingeladen wurde. Am sichersten ist es immer, ihn zu hinterst im Gepäckfach zu versorgen. Aber eine 100% Garantie, dass er am anderen Morgen noch vorhanden ist, gibt es natürlich nicht. Es braucht nur ein Passagier während der Nacht auszusteigen und ihn mitlaufen zu lassen. Nur, ein Inder mit einem Rucksack, der würde ja auffallen und sich auch sofort verdächtig machen.

Der Bus füllt sich langsam. Die Wartezeit bei dieser Hitze und Feuchtigkeit ist schier unerträglich und wird zur Geduldsprobe. Endlich wird der Motor angelassen. Nachdem der letzte Passagier eingestiegen ist, fährt der Bus ab. Der Fahrtwind durch die offenen Fenster macht die Reise erträglicher. Ich bevorzuge offene Fenster anstelle der blöden, immer viel zu kalt eingestellten Air-Condition. Warum ist es eigentlich nicht möglich diese vernünftig zu regulieren? Die Sitze sind angenehm, wer allerdings Pech hat, kann ihn nicht verstellen und muss die ganze Nacht hindurch aufrecht sitzen. Zwölf Stunden sollten so zu schaffen sein. Gegen 22.00 Uhr hält der Bus zur Verpflegung an. Ausser einigen Biskuits, einem Mangofruchtsaft und Erdnüssen finde ich in der Raststätte nichts essbares für "Europäer". Die Fahrt geht weiter. Manchmal schneller, manchmal langsamer. Ein halbes Dutzend mal wird der Bus an Kontrollpunkten durch Polizisten durchsucht. Mit Taschenlampen durchsuchen sie die Gepäckfächer und kontrollieren unter den Sitzen. Einige Passagiere müssen dabei ihre Taschen und Aktenköfferchen öffnen. Gegen 05.30 Uhr wird es hell. Viermal werden wir an Bahnschranken aufgehalten. Es dauert jeweils eine Ewigkeit bis der Zug vorbeirattert. Es wird langsam heiss. Zwölf Stunden sind vorbei, doch von Kalkutta ist weit und breit nichts zu sehen. Eine Stunde später werde ich langsam ungeduldig und frage mich, wo wir eigentlich sind. Nach 14 Stunden erreichen wir endlich ein dichter besiedeltes Gebiet. Es kann also sicher nicht mehr so weit sein. Vermutlich sind wir in einem Vorort von Kalkutta. Grössere Gebäude säumen die Strasse. Ich versuche verzweifelt auf den zahlreichen Schildern und Tafeln irgend einen Hinweis zu meiner Orientierung zu finden, doch nichts. Kurz darauf sind wir wieder inmitten von Reisfeldern. Das war wohl noch nicht Kalkutta. Aber wo ist denn diese Stadt? Langsam wird es mir unwohl. Während ich mir diese Gedanken mache, sehe ich plötzlich auf der linken Strassenseite ein Flugzeug der Singapore Airlines! Mensch, das ist ja der Flughafen. Ich bin erleichtert. Sind wir also doch auf dem richtigen Weg. Lange kann es ja nun wirklich nicht mehr dauern bis wir ankommen. Bis zum Busbahnhof dauert es aber sage und schreibe noch eine weitere Stunde. Die Zeit kommt mir bei dieser Hitze und diesem Verkehrschaos doppelt so lange vor. Endlich, nach 15 Stunden habe ich es geschafft.

Ich bin in Kalkutta. Noch 24 Stunden, dann bin ich raus aus diesem Chaos. Ich kann es kaum erwarten. Nun aber nichts wie ab in ein Hotel, um diesen letzten Tag einigermassen relaxed zu verbringen. Von einem früheren Aufenthalt her kannte ich das Fairlawn Hotel in der Sudder Street. Für meine Verhältnisse ein zwar relativ teures Hotel, aber für die letzte Nacht in Indien kann ich mir das schon leisten. Das Hotel existiert schon 50 Jahren und wird von Violet und ihrem amerikanischen Gatten geführt. Da ich der alten Lady erzähle, dass ich vor 13 Jahren schon einmal Gast bei ihr war, senkt sie mir den Preis um 5 $ auf 30 $, Mahlzeiten inbegriffen. Es ist ein wunderschönes, im englischen Kolonialstil erbautes Haus. Die Innenwände des Hotels sind rundherum mit Fotos aus der Geschichte des Hotels geschmückt. Beim Eingang hängt ein grosses Poster mit dem Kangchendzunga. Wohl für die diejenigen gedacht, die den Berg nicht sehen konnten. Es soll ja deren geben! Die Mahlzeiten werden den Hotelgästen jeweils mit einem Gong angekündigt. Im grossen Speisesaal wird das Essen wie schon vor 13 Jahren noch immer vom gleichen Inder, in seiner Dieneruniform und mit Turban bekleidet, serviert.


Kolkatta

Zurück in die Zivilisation

Der grosse Tag ist gekommen. Um 12.40 Uhr ist der Abflug. Durch die Übertragung der Rede von US-Präsident Bush vor dem Senat verpasse ich fast meine Abmachung mit dem Taxi-Fahrer der mich zum Flughafen führen soll. Ich will frühzeitig zum Flughafen starten, denn dieser ist weit weg und man weiss ja nie, was unterwegs noch alles passieren kann. Das Taxi ist ein alter "Ambassador", der Fahrer ein alter Sikh. Bei der Fahrt durch Kalkutta's Morgenverkehr bleibt einem einmal mehr die Spucke weg. Während sich das Taxi durch die Blechlawine schlängelt, fällt mir plötzlich das Herz in die Hose. Meine Abflugzeit! War die nun um 10.40 Uhr oder 12.40 Uhr? Obschon ich doch das Ticket vorher hundert mal studiert habe, bin ich mir nicht mehr sicher. 12.40 Uhr! Uf, ein Stein fällt mir vom Herzen. Wir fahren und fahren. Ob er wohl richtig verstanden hat wohin ich will? Ein Strassenschild mit dem Hinweis "Airport" gibt Entwarnung. Aber wie weit das wohl noch geht? Wir sind schon 3/4 Std unterwegs. Eine Tafel zeigt kurz darauf an, dass es noch fünf Kilometer geht. Im schlimmsten Fall könnte ich nun den Flughafen sogar zu Fuss erreichen. Endlich sind wir angekommen. Auf den ersten Blick scheint der Parkplatz leer. Keine Leute, kein Gedränge. Was ist los? Ist der Flughafen etwa geschlossen? Als wir uns dem Eingang für die Abflüge nähern, rennen ein halbes Dutzend Kulis dem Taxi entgegen und hoffen auf Arbeit. Doch seit dem Grenzübertritt Pakistan/Indien trage ich prinzipiell alles selber. Die Informationstafel über die Abflüge versetzt mich erneut in Schrecken. Ich kann meinen Flug nach Bangkok nirgends ausfindig machen! Was soll denn das nun wieder bedeuten? Die Flugnummer IC 727 kommt mir aber irgendwie bekannt vor. Das Rätsel löst sich rasch. Da mein Flug ein Zwischenhalt in Myanmar (Burma) macht, ist dieser mit der Destination "Yangun" - früher Rangoon - angeschrieben. Ausser einigen wenigen Touristen checken nur wenige Leute ein. Die Beamten der Immigration sind wiederum sehr freundlich und behilflich. Als Folge der Attentate in den USA sollen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden sein. Das Gepäck muss von den Passagieren nach dem einchecken nochmals identifiziert werden. Erst dann wird es eingeladen. Auch das Handgepäck wird sorgfältiger geprüft, anscheinend aber nicht bei allen Passagieren. Ich selber werde nur gefragt, was sich im kleinen Rucksack befindet? Ob ich "spareparts" habe? Ich muss zweimal fragen was der Beamte meint. Was? Spareparts - Ersatzteile? Nein sicher nicht, für was auch? Und schon bin ich durch die Kontrolle. Erst als bei zwei Passagieren kleine Radiobatterien im Handgepäck gefunden werden, wird mir bewusst wonach mich der Sicherheitsbeamte vorhin fragte. Soll ich meine vier Ersatzbatterien nun nachträglich noch abgeben? Mensch, welch ein Theater wegen zwei kleinen Batterien. Der Fund wird in einem grossen Buch eingetragen, jede Batterie einzeln. Dann werden sie in ein Kuvert gesteckt, das wiederum angeschrieben wird. Schärfere Kontrollen sind ja gut, aber man kann es auch übertreiben. Kleine Messer, spitzige, gefährliche Gegenstände, ja das leuchtet mir ein, aber Batterien? Warum muss man nicht auch gleich die Schnürsenkel abgeben?

Ob Radiobatterien, Nagelfeilen, Clipper oder Feuerzeuge potenziell eine Gefahr in der Flugzeugkabine darstellen sei dahingestellt. Eines ist aber klar: wenn schon Sicherheitsvorschriften, dann bitte konsequente Vorschriften. Eine zerbrochene Weinflasche (die sind bekanntlich nicht aus Plastik oder?) ist in den Augen der Sicherheitsbehörden scheinbar weniger gefährlich als eine Radiobatterie und Terroristen oder Flugzeugentführer sitzen natürlich nicht in der Business-Class, wo es Messer und Gabel aus Metall gibt! Da muss sich einer schon fragen ob diese Sicherheitsvorschriften nicht von einem fürstlich bezahlten Schreibtisch-Idioten stammen, der vermutlich noch nie selber in einem Flugzeug sass.

Endlich wird der Flug aufgerufen. Kurz vor dem Betreten des Flugfeldes wird nochmals eine Körperkontrolle vorgenommen. Sicher ist sicher. Auf dem Weg zum Flugzeug kommen mir fast die Tränen vor Freude. Nach fast fünf Wochen bin ich auf dem Weg zurück in die Zivilisation. Es scheint mir, als ob ich Monate unterwegs war. Ich kann die Ankunft in Thailand kaum mehr erwarten.

Auf dem Flug nach Yangun begleitet mich ein mulmiges Gefühl. Jeder Passagier mit arabischen Gesichtszügen sieht aus wie ein Flugzeugentführer. Jeder mit langem Bart sieht aus wie Bin Laden. Das Flugzeug ist voller Bin Laden. Jedesmal wenn ein Passagier aufsteht und sich Richtung Cockpit begibt, zucke ich zusammen. Was will der da vorne? Was hat er im Sinn? Als er sich zur Toilette begibt bin ich beruhigt. Aber was würde passieren, wenn da wirklich einer zum Cockpit vordringt? Würde man ihn daran hindern? Wo sind da die Sicherheitsvorkehrungen? Ja, fliegen ist seit dem 11. September nicht mehr gleich. Fliegen war bis anhin für die meisten Leute etwas ganz normales. 3,2 Billionen Flugpassagiere soll es im Jahr 2000 gegeben haben. Ein Inder in der Sitzreihe vor mir verlangt nach seinem 5. Whisky. Als ihm die Chef-Stewardess einen weiteren Ausschank verweigert, ist er wütend. Der Flug ist unruhig. Die Lämpchen mit der Aufforderung zum anschnallen leuchten schon lange auf. Zwei junge Inder diskutieren dennoch seelenruhig im Gang weiter. Die Landung steht kurz bevor. Eine Frau will unbedingt noch auf die Toilette. Man gibt ihr eine Minute Zeit. Zum 3. Mal wird durch den Lautsprecher durchgegeben, die Sitzlehnen aufrecht zu stellen. Noch immer haben einige Passagiere dies nicht begriffen, als ob sie zum 1. Mal fliegen würden. Herrgott nochmal, es darf und muss von den Passagieren einfach auch etwas mehr Disziplin verlangt werden. Fliegen ist nicht Bus- oder Zugfahren. Der Anflug von Yangun ist äusserst unruhig. Jedesmal wenn es durch grosse Wolkengebilde geht, schüttelt und kracht es, als würde die Maschine auseinanderbrechen. Der Abflug ist dagegen Klasse. Wir überfliegen die Stadt, die sich am Westufer der Yangun-Flusses ausbreitet. Ganz klar erkenne ich die in der Sonne glitzernde Schwedagon-Pagode. Nach 1 1/2 Stunden habe ich einmal mehr eine erlebnisreiche und phantastische Reise abgeschlossen.


Busterminal Ekamai

News aus Thailand

Von Indien herkommend wird einem erst richtig bewusst, wie ordentlich und sauber Thailand eigentlich ist. Die Terrorangriffe in den USA haben auch in Thailand Anlass zu Diskussionen und Auseinandersetzungen gegeben. Vor allem in den südlichen islamischen Provinzen (es gibt in Thailand 6 Mio Moslems) kam es zu anti-amerikanischen Demonstrationen. In der Provinz von Yala wurden die Einwohner mit Flugblättern aufgefordert, sich dem "heiligen Krieg" der Taliban anzuschliessen. Das Islamische Zentralkomitee Thailand's will mit diesen Aktionen allerdings nichts zu tun haben. Das Komitee verurteilt die Terrorangriffe, da sie allen islamischen Prinzipien des Friedens und der Nächstenliebe widersprechen. Es fordert die Regierung jedoch auf, den Amerikanern keine militärische Einrichtungen zur Verfügung zu stellen um Angriffe auf Afghanistan zu unternehmen. Nach dem Beginn der US-Bombardierungen fordert das gleiche Komitee jedoch die Thais auf, US-Waren zu boykottieren. In meinen Augen beweist dies einmal mehr wie naiv, dumm und vor allem inkonsequent viele dieser Religionsführer sind. Dass die Leute mit einem solchen Boykott dabei konsequenterweise auch auf amerikanische Flugzeuge, Computersoftware, Medizin und vieles mehr im täglichen Leben verzichten müssten, haben sie wohl nicht überlegt. Überhaupt ist ein solcher Aufruf lächerlich. Die USA sind ganz bestimmt nicht auf die Exporte nach Thailand angewiesen, eher das Gegenteil. Würden die USA als Gegenmassnahme Thai-Produkte boykottieren, ist wohl nicht schwer zu erraten, welches der beiden Länder mehr darunter leiden würde. Die Terroranschläge haben sich in Thailand auch stark auf die Hotelindustrie ausgewirkt, vor allem in Phuket. 300-400 Annullierungen pro Hotel, die meisten aus Japan, wurden in den ersten zwei Wochen nach dem Angriff registriert. Laguna Phuket Resort errechnete alleine für den Monat September einen Verlust von 130 Mio Baht (entspricht rund 4.5 Mio. CHF). Gegenüber dem vergangenen Jahr wird für das 4. Quartal ein Umsatzrückgang in der Grösse von 30% erwartet, was sich logischerweise dramatisch auf die Wirtschaft auswirken wird. Der allgemeine Rückgang des Tourismus wird von vielen Leuten aber auch auf die neue Sozialordnung von Innenminister Piumsombun zurückgeführt, der vor einigen Monaten eine Kampagne startete, Karaokes, Bars und Nachtlokale um 02.00 Uhr zu schliessen. Gerade in der Zwischensaison wie jetzt wird dies für viele Barbesitzer zu einer Existenzfrage.

Innenpolitisch löste die neue Regierung unter Thaksin Shinawatra eines seiner wichtigsten Wahlversprechen ein, nämlich das 30-Baht Gesundheitsfürsorgesystem (jeder Thai kann sich für 30 Baht , ca. 1.-, in einem öffentlichen Spital behandeln lassen), das seit dem 1. Oktober in allen 75 Provinzen eingeführt wurde. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung scheint der neuen Regierung überhaupt ein echtes Besorgnis zu sein. Immer mehr junge Leute leiden an Herzkrankheiten und immer mehr Menschen sterben daran. Herzkrankheiten sind die häufigste Todesursache in Thailand geworden. Mit einer grossen Kampagne will das Gesundheitsministerium die Gesundheit durch gute Ernährung und regelmässige Bewegung fördern, gekoppelt mit einer Anti-Raucherkampagne zur Bekämpfung des Lungenkrebses. Drogen und Aids bleiben jedoch die Hauptsorge, obwohl gemäss einem Bericht anlässlich des 6. Int. Aidskongresses für Asien und dem Pazifik in Melbourne, Thailand eine der tiefsten Rate prozentual zur Bevölkerung aufweisen soll. Die neue Regierung hat auch die Kontrolle der in Thailand lebenden Ausländer verschärft. Die Durchführung scheint allerdings noch nicht in allen Provinzen gleich schnell umgesetzt zu werden. In der Provinz Chonburi (Pattaya) muss jeder Ausländer mit Jahresaufenthaltsvisum alle drei Monate bei der Immigration vorsprechen. Wer nicht mit einer Thai verheiratet ist, muss jedes Jahr 800'000 Baht auf einer thailändischen Bank als Depot vorweisen. Noch nicht klar ist, wie die Regierung gegen die vielen Tausend sich illegal in Thailand aufhaltenden Touristen, deren Visa abgelaufen sind, vorgehen wird. Nach den letzten Ereignissen in den USA plant die Regierung ebenfalls die Visumspflicht zu verschärfen. Gegenwärtig können sich Bürger aus 57 Staaten ohne Visum einen Monat lang in Thailand aufhalten.

Da die Löhne in Thailand wesentlich höher als in den Nachbarstaaten sind, gibt es in Thailand auch zahlreiche Schwarzarbeiter. Obwohl ein Hausmädchen in Thailand nur gerade 1500 Baht (rund 55.-) im Monat verdient, ist dies immer noch mehr, als eine Lehrerin in Myanmar verdient. In einer einmaligen Aktion hat die Regierung kürzlich den Arbeitnehmern die Möglichkeit gegeben, sich registrieren zu lassen, um sich damit zu legalisieren. Nach Ablauf der Frist haben sich 559'541 Personen angemeldet (447'093 aus Burma, 57'989 aus Laos und 54'495 aus Kambodscha) was dem Staat Einnahmen von 1,8 Billionen Baht einbrachte.

Seit einigen Monaten wird Thailand durch zahlreiche Religionsskandale erschüttert, dies in einem Land, in der die Beleidigung der Religion als kriminelle Tat geahndet wird und Mönche ganz allgemein hoch verehrt werden. Fast jeder männliche Bewohner Thailands verbringt in seinem Leben einige Wochen in einem Kloster. Diese Tradition wurde in der Vergangenheit immer wieder von Kriminellen dazu benützt, sich auf diese Weise für eine gewisse Zeit vor den Behörden zu verstecken. Im Frühling wurde der Abt des Wat Thachang in Suphan Buri festgenommen, nachdem er von einem mit versteckter Kamera operierenden Team gefilmt wurde, als er als Oberst verkleidet in einem luxuriösen Mercedes unterwegs war und die Nacht mit zwei Frauen in einem Privathaus verbrachte. Bei der Vernehmung soll er behauptet haben, dass viele Mönche Affären mit Frauen hätten oder das Geld ihrer Tempel zum eigenen Vergnügen ausgäben. Die Serie von Sex- und Geldskandalen, in die besonders Äbte einiger angesehenen Klöster verwickelt sind, haben vor allem bei der jüngeren Generation dazu geführt, dass diese ihre Geldspenden lieber einer Organisation oder einer Stiftung anvertrauen um sicher zu sein, dass diese für wohltätige Zwecke benütz werden. Die Skandale wurden natürlich auch in den Medien voll ausgeschlachtet, was dazu führte, dass das Parlament demnächst über zwei Anträge einer Gesetzesänderung befinden werden muss, die die Pressefreiheit in Thailand gefährden könnte. Das neue Gesetzt sieht für diffamierende, der Religion schadende Medienberichte Strafen bis zu 15 Jahren Zuchthaus vor. Es drängt sich daher grundsätzlich die Frage auf, was für die Religion eine grössere Beleidigung ist, ein Mönch der sich so daneben benimmt oder eine Presse, die nur ihren Job macht und solche Skandale der Öffentlichkeit publik macht. Grosse Sorgen macht sich ein Kolumnist in der Bangkok Post weil sich die Vereinigung der Thai Journalisten, die ansonsten sofort laut protestiert wenn ihr etwas ungerecht, undemokratisch oder unrichtig erscheint, erstaunlicherweise auf das vorgesehene neue Gesetz bisher überhaupt noch nicht reagiert hat.

Völlig entsetzt ist man in Thailand auch, weil in den USA der berühmte Thai Jasmin Reis entwickelt wird. Amerika ist Thailands grösster Reisimporteur. Letztes Jahr wurden 243'000 to Reis in die USA exportiert, wovon 220'000 to Jasmin Reis. Es liegt auf der Hand, sollten die USA ihren eigenen Jasmin Reis produzieren und weltweit vermarkten können, dass damit die thailändischen Exporte sehr darunter leiden würden. Doch so denkt man in Thailand. Sobald etwas der eigenen Wirtschaft schaden könnte, ist man sofort empört. Beim Kopien von Computerprogrammen, CD's, Filmen, Markenartikel etc. empfinden die Thais jedoch überhaupt keine Skrupel.


Das World Trade Center mit der Eiskunstbahn

In die Philippinen auf Umwegen

Wie schnell doch so ein Monat vergeht! Da mein 30-tägiges Visum demnächst wieder ausläuft, muss ich mir Gedanken über meine Ausreise machen. Seit längerer Zeit hatte ich jedoch geplant gegen Ende November einige Kollegen in den Philippinen zu besuchen und auch dort Weihnachten zu verbringen. Statt einen gemütlichen Flug nach Manila zu wählen, veranlasst mich mein Drang nach Abenteuer wieder etwas Spezielles zu unternehmen. Meine Absicht ist es von Bangkok auf dem Landweg über Vientiane (Laos), Hue, Hanoi (Vietnam), Nanning, Guilin (China) nach Hong-Kong zu gelangen um von dort in die Philippinen zu fliegen. Eine solche Reise bedingt etwelche Vorbereitung, vor allem sind dazu einige Visa notwendig. Ich disloziere daher von Pattaya an die Kao Sarn Road nach Bangkok, das Zentrum der Budget-Traveller. Ich erhoffe mir dort eine raschere Erledigung meiner Visumanträge und vor allem die Weiterreise von Laos nach Vietnam besser organisieren zu können. Ich bin erstmals an der Kao Sarn Road und lerne dabei eine völlig neue Touristenwelt kennen. Wie schon letztes Jahr in Kathmandu wimmelt es hier nur so von jungen, unfreundlichen Israelis. Hair breading, Body painting und Piercing, das ist so was die Travellers am meisten interessiert. Eine total fremde Welt für mich. Ich bin daher auch froh, dass ich meine Visa für Laos und Vietnam sowie mein Zugbillet nach Nong Khai nach drei Tagen erhalte und disloziere an die Sukhumvit Road, wo ich mich wesentlich wöhler fühle.


Kao Sarn Road

Regelmässig kontrolliere ich im Internet die Wettervorhersage für Hue und Hanoi. Hue bei Regen brauche ich nicht noch einmal zu erleben. Da die Regenzeit anscheinend dort noch immer anhält, verschiebe ich meine Abreise nach Laos vorerst um eine Woche. Dass eine solche Reise gar nicht so einfach zu planen ist, sei am folgendem Beispiel erklärt: das Visum für Laos (14 Tage) gilt ab Einreisedatum, dasjenige für Vietnam (30 Tage) aber ab Ausstellungsdatum. Wer daher sein Visum für Vietnam zu früh beanträgt riskiert, sich umso weniger lang im Lande aufhalten zu können. Die vietnamesische Botschaft umgeht diese Regelung jedoch elegant, indem sie das Ausstellungsdatum des Visums mit dem geplanten Einreisedatum vordatiert. Der Haken ist dann einfach der, solltest Du deine Reisepläne inzwischen abgeändert haben, kannst Du nicht vor dem angegebenen Datum einreisen. Eine gewisse Planung ist daher schon von Vorteil. Eine grosse Erleichterung ist dagegen, dass man gegenüber früher den Einreise- und Ausreiseort in Vietnam nicht mehr angeben muss.


Meine Reise in Laos

Die Freundschaftsbrücke

Die 12stündige Fahrt mit dem Nachtzug nach Nong Khai, an die laotische Grenze, ist problemlos und bequem. Gegenüber Indien, sind alle Bahnhöfe angeschrieben, man weiss immer wo man ist. Als ich gegen 06.30 Uhr erwache ist das Abteil praktisch leer. Die meisten Leute sind am frühen Morgen in Khon Kaen ausgestiegen. Laut Fahrplan sollten wir eigentlich bald in Nong Khai eintreffen, doch der Zug fährt erst in Udon Thani ein. Die Fahrt entlang der in der Morgensonne saftgrün leuchtenden Reisfelder ist wunderschön. Die zahlreichen Wasserteiche entlang der Bahnstrecke sind mit einem roten Teppich von Seerosen bedeckt. Frauen fangen mir ihnen Netzen kleine Fische und Krebse. Um sich vor der schon heissen Morgensonne zu schützen, tragen sie konische Hüte wie in Vietnam. Mit einer Stunde Verspätung erreichen wir die Endstation. Nong Khai ist ein angenehmes, etwas verschlafenes Provinzstädtchen, eine Erholungsoase. Sehenswertes, ausser einigen wenigen schönen Tempeln und dem Markt entlang dem Mekong, gibt es hier nicht viel. Man kommt nach Nong Khai meistens auch nur um über die 1994 fertig gestellte Freundschaftsbrücke nach Laos zu gelangen. Die 1174 Meter lange Brücke wurde von Australien finanziert. Es ist die einzige Brücke welche den Grenzfluss Mekong zwischen Laos und Thailand überspannt. Mit dem Bau der Brücke sollte Laos enger an die westliche Welt gebunden werden. Eine erneute Kontrolle der Wettersituation in Hue (Vietnam) zeigt, dass es dort nach wie vor regnerisch ist. Ich verzögere daher meine Ausreise nach Laos bis zum letztmöglichen Tag. Lieber noch einige Tage länger auf thailändischer Seite verbringen, denn hier ist das Leben "easy" und billig, alles ist vorhanden, das Essen ist gut. In Thailand stimmt einfach alles. Jeden Tag promeniere ich dem Mekong entlang und blicke nachdenklich auf die laotische Seite hinüber. Kaum vorstellbar. Einige Hundert Meter Wasser trennen hier zwei völlig verschiedene politische Welten. Was wird mich wohl da drüben erwarten? Kulinarisch kann ich mich auf jeden Fall schon auf etwas freuen: die knusprigen Baguettes.


Nong Khai


Die Freundschaftsbrücke

Beim thailändischen Grenzposten treffe ich einen Deutschen: Maalioo (zu deutsch Mario), der ebenfalls schon längere Zeit unterwegs ist. Wir kommen ins Gespräch und es entwickelt sich sofort gegenseitige Sympathie. Für 10 Baht wird man mit einem Mini-Pendelbus über die Brücke nach Tha Nalang, zum laotischen Grenzposten gefahren. Zur grossen Überraschung stellt sich heraus, dass man das laotische Visum für 30 US $ auch hier lösen kann. So etwas sagen Dir aber die Reisebüros an der Kao Sarn Road oder in Nong Khai nicht. Verständlich, die machen ja ihr Business damit. Zahlreiche Taxifahrer wollen uns für 500 Baht nach Vientiane fahren. Mit den Sammeltaxis kostet es aber nur 40 Baht, diese fahren jedoch nur wenn es voll ist. Doch lange muss man nicht warten. Ständig kommen neue Leute über die Grenze, auffallend viele Mönche. Wir sind in Laos, einem streng sozialistischen Land. Was ist anders? Es fällt mir eigentlich nichts besonderes auf. Die Währung ist zwar der Kip (1 US $ = etwa 9'500 Kip), doch man kann ohne weiteres mit Baht bezahlen. Die Sprache ist die gleiche. Im Fernsehen flimmern thailändische Programme über die Mattscheibe. Aus dem Radio tönen thailändische Schlager. Die Zeitung Bangkok Post ist überall erhältlich. Sind wir eigentlich in Thailand oder Laos? Die Strasse in die 17 km entfernte Hauptstadt Vientiane ist gut und breit. Doch, etwas ist anders als in Thailand: erst jetzt fällt mir auf, dass in Laos Rechtsverkehr herrscht. Da Maalioo nur ein Tagesausflug nach Vientiane unternimmt und am Nachmittag wieder nach Nong Khai zurück will, schlage ich vor, ihn zu den beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten, der Tempel That Luang, das Wahrzeichen der Stadt, sowie das Pratuxai, das Siegestor, das mit dem Triumphbogen in Paris Ähnlichkeiten hat, zu begleiten. Da ich vor einigen Jahren schon einmal in Vientiane war, kenne ich mich ein wenig aus. Beim Morgen-Markt in der Nähe der Hauptpost lassen wir uns absetzen. Von dort ist es nicht allzu weit, um zu Fuss zu meinem Hotel, dem Hotel Paris, zu gelangen und vorerst einmal das Gepäck zu deponieren. "So ein Orientierungspunkt, der dem Lanchang und French Architektur Benutzen, wurde. Von seiner Spitze können Sie den Rundblick der Hauptstadt von Vientiane sehen. Wer auch kann nach oben zur Spitze gehen, ohne zu zeigen, dass jeden Erschöpfung als Schwieger Söhne oder Schwieger Tochter gewählt werden könnte" Haben Sie etwas verstanden? Ich auch nicht. So wird der Besuch des Pratuxai in einem Prospekt über die Stadtrundfahrt beschrieben. Zum anschliessenden Mittagessen steht weiter: "Stossen Sie, Mittagessen internationales Geschirres wird bei einem Stadtzentrumhotel gedient. Goldmedaillensängerinnen werden ihre Lieblingslieder singen. Gehen Sie Somtam Lao nicht daneben. Teilen Sie es dem Koch, der sich in laotischen custumes kleidet, um für Ihren eigenen Geschmack zu arrangieren, nur mit" Ich habe mich beim Lesen der deutschen und französischen Version köstlich amüsiert. Vom Pratuxai, dem Siegestor, oft auch einfach Anusavari (Denkmal) genannt hat man ein schöner Ausblick auf die von Palmen überdachte Stadt. Ansonsten ist das Denkmal aber ein scheusslicher Betonklotz. Dieser wurde aus abgezweigten Zementlieferungen gebaut, die von den Amerikanern zum Bau eines Militärflughafens gedacht waren.


Grenzposten


Vientiane


Das Siegestor "Pratuxai"

Schon von weitem leuchtet der grosse, goldfarbig bemalte Stupa des That Luang. Als wir beim grossen Platz ankommen herrscht Jahrmarktstimmung. Auf dem Vorplatz steht das Denkmal von König Settharhirat (1548-1571) dem Gründer und Erbauer der Stadt. Links davon steht ein wunderschönes Kloster. Berichten europäischer Reisenden Mitte des 17. Jahrhunderts zur Folge war der That (Stupa) damals mit fast 500 Kg Blattgold bedeckt. 1828 wurde der Tempel zerstört und erst um 1900 rekonstruiert. Seine heutige Form erhielt der Stupa in der 30er Jahren nach einer neuerlichen Rekonstruktion. Für die Laoten gilt der That Luang als Nationalheiligtum. Als wir das Innere der Galerie betreten, ziehen unzählige Prozessionen um den That. Hunderte von Mönchen sitzen im Schatten des Galeriedaches und schauen den Prozessionen zu. Was das wohl für ein Fest ist, dies an einem Dienstag? Eine Heirat? Oder ein Begräbnis? Auf alle Fälle muss es sich um eine sehr bekannte Persönlichkeit handeln. Am anderen Tag erfahre ich, dass wir das Glück hatten, dem Schlusstag des dreitägigen That-Luang Festes beizuwohnen, das jeweils bei Vollmond im letzten Mondmonat Ende Oktober stattfindet. Maalioo ist nach Thailand zurückgegangen. Schade. Für kurze Zeit war ich einmal nicht alleine.


That Luang


Foto von Maalio (siehe seine Fotogallery unter www.deiger.de)

Es gibt in Vientiane eine Vielzahl von sehenswerten Tempeln, u.a. der Wat Phra Kheo der den berühmten Smaragd-Buddha beherbergte, ehe er 1778 von den Siamesen erbeutet und nach Bangkok gebracht wurde. Die Laoten trauern dem Verlust des wertvollen Buddhas noch heute nach und hoffen auf eine Rückgabe durch Thailand. Dies wird wohl kaum der Fall sein, denn die Statue ist in Thailand selber hochverehrt. Als kleiner Trost verspreche ich der Kassierin des Tempels ihr bei meinem nächsten Besuch eine Postkarte mit der Abbildung des Buddhas mitzubringen. Ein Tag in Vientiane reicht vollkommen aus, um das Wesentlichste zu besichtigen.


Wat Phra Keo

Viel interessanter soll das Landesinnere sein, vor allem die frühere Hauptstadt Luang Prabang. Gemäss meinem Reisebuch soll die Strasse dorthin aber wegen gelegentlichen Schiessereien und Überfällen unsicher sein. Auch vom Fliegen mit alten chinesischen und russischen Maschinen wird abgeraten! Ja, wie soll ich denn dahin? Irgend ein Transportmittel muss ich ja wohl benützen. Ich wähle das Flugzeug. Ich habe auch keine andere Wahl, denn ich will der Ebene der Tonkrüge einen Besuch abstatten. Das Reisebüro Diethelm besorgt mir innert kurzer Zeit die Flugbillette von Vientiane nach Xien Khouang und von dort nach Luang Prabang. Den Abend verbringen die meisten Leute in einem der zahlreichen einladenden kleinen Restaurants entlang des Mekongs. Für Animation ist gesorgt, denn auch hier suchen Hunderte von jungen Frauen Anschluss zu einem Ausländer. Ich bin mit Maurizio, einem Briefmarkenkollegen, verabredet. Welch angenehme Temperatur für einen Novemberabend! Bei einem Glas Bier (trifft nur für mich zu) erzählt mir Maurizio was so alles seit meinem letzten Aufenthalt passiert ist. Am Schluss stehen fünf Flaschen Bier auf dem Tisch. Für Maurizio fängt der Abend erst an. Ich muss leider ins Hotel zurück um zu packen, denn um 06.00 Uhr geht es morgen zum Flughafen.


Baguettes


Der Markt


Die Strassencafés am Mekongufer

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©1999-2008 Text und Foto Willy Blaser, info@willyblaser.ch