| Mabuhay - Reiseberichte |
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Kein Jetlag Es gibt Leute, die bekunden bereits Mühe bei der Umstellung
von der Winter- auf die Sommerzeit oder umgekehrt. Ich habe das Glück, mich
äusserst rasch an die Zeitverschiebung von 5 Stunden anzupassen. Auch der
Klimaunterschied bietet mir überhaupt kein Problem. Als ob ich einfach nur die
SIM-Karte auswechseln müsste. Und dennoch, welche Umstellung. Obwohl ich diesmal
„nur“ sieben Monate weg war, kommt man sich in der Schweiz in einer anderen Welt
vor. Alles ist fünf Schuhnummern kleiner als in Thailand. Ungewohnt, dass in
meiner Umgebung plötzlich auch wieder deutsch gesprochen wird. Die Zeitungen sind
auf deutsch, das Fernsehen. Nun war ich also wieder zu Hause. Ich freute mich
sehr, Kollegen und Freunden die fantastischen Dias von Nordpakistan und Laos
zeigen zu können. Doch dies schien niemanden zu interessieren. Ausser einigen
wenigen schien auch kaum jemand Notiz von meinem Besuch zu nehmen. Nun, ich war
ja nicht gekommen um Kollegen zu besuchen, sondern weil sich die Gelegenheit
ergab, bei meinem früheren Arbeitgeber als freischaffender Berater im
Gesundheitswesen temporär tätig zu sein. Nach sechs Tagen war ich bereits wieder
voll im Arbeitsrythmus. Eine doch gewaltige Umstellung vom nachmittäglichen
Swimmingpool den ganzen Tag in einem Büro zu arbeiten! Da es ein freiwilliger
Entscheid war, war es auch nicht so schlimm. Es ist ein grosser Unterschied, ob
man arbeiten muss oder will. Die Motivation ist ganz anders. Die Begrüssung
einiger Arbeitskolleginnen war stürmisch. Schön, dass man bei einigen doch noch
beliebt ist. So durfte ich auch wieder das Leiden am Montagmorgen nach einem
verregneten Wochenende mit den Leuten mitfühlen. Das Arbeiten hat auch seine
schöne Seiten, so zum Beispiel der Zahltag. Nachdem das Ergebnis meiner
Fondsanlagen im 2. Jahr mit einer noch grösseren Katastrophe endete, kamen mir
diese Einnahmen gerade goldrichtig, um nicht im dümmsten Moment Wertpapiere
verkaufen zu müssen. Ich war auch froh, mit dieser Arbeitsgelegenheit, den
Kontakt zur Schweiz nicht ganz zu verlieren. Wer im Ausland lebt wird ziemlich
schnell vergessen. So ist der Kontakt mit mehr als der Hälfte meiner Kollegen
abgebrochen. Schnell mal ein E-mail schreiben ist ja so kompliziert und so
teuer! Erfreulicherweise kamen durch meine Reiseberichte aber auch unerwartete
Kontakte zu Leuten zustande, von denen ich seit Jahren nichts mehr gehört hatte.
90 Tage, 90 Nächte
Im Nu waren drei Monate vorbei. 40 Tage, 40 Nächte, so hiess doch der Film dieses „armen“ Mannes
der 40 Nächte ohne Freundin leben musste! Bei mir waren es nun schon 90 Tage und
90 Nächte, höchste Zeit wieder abzureisen. Um besser mit meiner Familie in
Kontakt zu bleiben, bringe ich meiner Mutter mit 81 Jahren das Mailen und
Scannen bei! Ist das nicht eine besondere Leistung, die man nur bewundern kann?
Soll mir noch einer sagen, er sei mit 60 zu alt um dies zu lernen!
Űbergabe an der Soi 4
Weshalb ich vor jedem Transfer zum Flughafen immer so furchtbar nervös bin, hat sich einmal
mehr offenbart. Das grösste Risiko, dass etwas auf einer Reise schief läuft, ist
meistens auf dem Weg zum Flughafen. So geschehen auf der Bahnfahrt von Biel
nach Kloten. Als die Zugspassagiere in Zürich HB alle aussteigen und keine
Meldung durch den Lautsprecher erfolgt, dass der Zug weiter nach Kloten fährt,
werde ich misstrauisch und stelle mit Schrecken fest, dass ich umsteigen muss.
Sechs Minuten später wäre ich nach Basel gefahren!
Rassiger Fussball WM-Final Der Flug TG 620 mit einer Boeing 777-200 verläuft reibungslos. Beim Anflug auf Manila werden die Wolken immer dichter. Es ist ja auch Regenzeit. Die Ankunft erfolgt pünktlich. Ich werde von meiner Freundin abgeholt. Wie doch so eine Begegnung einen Mann fast ausser Kontrolle bringen kann! Scheinbar hat sich diesbezüglich seit 2325 Jahren nichts geändert. Schon die Mutter von Alexander dem Grossen (323 - 350 A.C.) erkannte wie ein hübsches, feuriges Mädchen einen älteren Mann um den Verstand bringen kann. „Mit ihr fühlt er sich in seine Jugend zurückversetzt und kann sich vorgaukeln, den Strom der Zeit sei spurlos an ihm vorübergeflossen, umso mehr, wenn er dann noch einmal Vater wird“. Abgesehen vom letzten Abschnitt, den ich nicht beurteilen kann, wie recht sie doch hatte. Gerade rechtzeitig kommen wir zum Fussball WM-Endspiel im Hotel an. Zahlreiche Leute, darunter viele die ich von meinen früheren Besuchen kenne, warten schon ungeduldig auf die Űbertragung. Ich erlebe eine wunderschöne erste Halbzeit. Zuerst das Abtasten der beiden Mannschaften, dann dieses zügige Angriffspiel, die schönen Flügelläufe, die herrlichen Flankenbälle. Einfach ein rassiges Spiel. Als dann auch noch das Penaltytor zum 1 - 0 für die Deutschen fällt, sind die Gefühle und die Stimmung am höchsten. Alles beim alten
Sieben Monate sind seit meinem letzten Besuch in den Philippinen vergangen. Nichts scheint sich
geändert zu haben. Joseph Estrada ist noch immer nicht verurteilt und wenn es so
weitergeht wird er am Schluss noch die nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr
2004 gewinnen!. Gemäss einer Meinungsumfrage liegt er in der Gunst der Wähler
hinter dem kürzlich zurückgetretenen Bildungsminister Raul S. Rocco an 2.
Stelle, vor der aktuellen Präsidenten Gloria Arroyo Macapagal!
Visit the Philippines Year 2003 Dass der Tourismus ein Hauptkatalysator für die Wirtschaft ist, hat auch die Regierung erkannt. Tourismus bringt unzählige sozialökonomische Vorteile, welche Privaten wie dem öffentlichen Sektor eines Landes zu Gute kommen. Mit 1,8 Mio Touristen (Ertrag 2,5 Mia. US $) stehen die Philippinen jedoch weit hinter Singapore (7 Mio Touristen), Thailand (9,5 Mio Touristen) oder Malaysia (10 Mio Touristen). Um den Tourismus anzukurbeln, wurde das „Visit Philippines Year 2003“ lanciert. Die rund 7 Mio in der Welt verzettelten Filipinos sollen sich dabei aktiv bemühen, ihre Freunde als Touristen in die Philippinen zu locken. Ob dies gelingt scheint fraglich, denn in den Philippinen ist alles zu unsicher. Abgesehen von den moslemischen Rebellen, die im südlichen Teil des Inselstaates für negative Schlagzeilen sorgen, schrecken die zunehmenden Entführungen die Touristen zusätzlich ab. Die regelmässigen Stromunterbrüche, das Wetter mit seinen unzähligen Taifune sowie die topographische Gegebenheit des Landes (7000 Inseln) machen das Reisen nicht unbedingt einfach. Einen Vorteil haben die Philippinen jedoch: es gibt nur wenige Touristen! Regenzeit Meine vorgesehenen Ausflüge nach Sagada im Norden zu den Reisterrassen und nach Cebu im Süden fallen sprichwörtlich ins Wasser. Eine Woche nach meiner Ankunft wütet der Taifun „Gloria“ über Zentral-Luzon und verunmöglicht jegliches Reisen. Brücken werden weggerissen und Strassen unterbrochen. Es gibt auch zahlreiche Todesopfer. Die Namen der Taifune (als Taifun bezeichnet man eine Depression, deren Windgeschwindigkeit mehr als 55 Meilen/Std beträgt) werden in den Philippinen nach der Reihenfolge des Alphabets benannt. „Gloria“ - Buchstabe G, 13. Buchstabe des Alphabets - ist deshalb der 13. Taifun der Saison. Es gibt in Angeles zwar keine Überschwemmungen, doch es regnet ununterbrochen während 10 Tagen! Als sich die Situation bessert, wollen wir, Martin und unsere Freundinnen, die Gelegenheit benützen, einige Tage in Puerto Galera (Insel Mindoro) südwestlich von Manila zu verbringen. Schon als wir früh morgens in Angeles abfahren, regnet es bereits wieder. Wir kommen nur bis zum Pier in Batangas. Taifun „Juan“ war bereits im Anzug. Alle Schiffsverbindungen sind eingestellt. Nachdem es in den letzten Jahren etliche Schiffsunglücke gab, ist die Regierung anscheinend etwas vorsichtiger geworden und gibt relativ früh das Warnsignal (Signal 1) aus, womit keine Schiffe mehr auslaufen dürfen. Unfälle passieren aber trotzdem immer noch. Obwohl während des Taifuns „Gloria“ auch keine Schiffe auslaufen durften, ertranken 12 Koreaner auf dem Weg von Puerto Galera nach Batangas. Anscheinend wollten sie ihren Flug nach Hause nicht verpassen und gingen, trotz Signal 1, das Risiko ein, die Überfahrt nach Batangas zu wagen. Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen, obwohl uns für einen Aufpreis eine Űberfahrt nach Puerto Galera angeboten wird. So übernachten wir in dieser als so schrecklich bezeichneten Hafenstadt in der Hoffnung, dass sich das Wetter am nächsten Tag bessern werde. Das Lied „Azzuro“ von Celetano im Restaurant „Best place on earth“ ändert aber auch nichts daran. Es bleibt grau und regnet in Strömen weiter. Wir reisen nach Angeles zurück. In regelmässigen Abständen erleben wir noch weitere Taifune. Nach dem „Juan“ kommen die Taifune „Kaka“, „Lagalog“ und „Milenyo“. Wettervorhersage am 21.07.2002
Der 1. August Zum Nationalfeiertag wird im Hotel Premiere eine kleine Feier organisiert. Auf dem Menu: Apero mit Weisswein von der Schweizer Botschaft in Manila offeriert, dazu Greyerzer Möckli, Hauptmenü: Berner Platte und Schinken im Teig. Dessert: Schwarzwäldertorte. Das ganze ausgezeichnet organisiert und gekocht von Eugen. Etwa 70 Leute sind im festlich dekorierten Saal versammelt um das Glockengeläute von ich weiss nicht wo und die Ansprache auf englisch von Bundespräsident Villiger mitanzuhören. Als die Nationalhymne ertönt, scheinen die meisten am Buffet beschäftigt zu sein. Einzig unser Walliser, Elmar, stellt sich als grösster Patriot heraus und steht stramm die Hand auf dem Herzen. Ein Handörgeler sorgt für Stimmung, die anschliessende „Hudigägeler-Musik“ vertreibt mich jedoch frühzeitig zurück ins Sunset Garden. Der Schweizer Nationalfeiertag wird auch im Manila Bulletin kommentiert. „Ein Land mit einem stabilen Bankensystem Dank seiner Politik des Bankgeheimnisses“. Die Schweiz und die Philippinen haben eine langdauernde Beziehung. Bereits 1862 ist in Manila ein Honorarkonsulat eröffnet worden, diplomatische Beziehungen gibt es jedoch erst seit 1957.
Die Verantwortung der katholischen Kirche Der 1. August gilt in den Philippinen als Tag der Familienplanung. Mit 80 Mio Einwohnern (geschätzte Zahl) gehören die Philippinen inzwischen zum 14. meistbevölkerten Land der Welt. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist 15jährig und jünger. Und die Bevölkerung wächst ständig weiter: 2,36% pro Jahr. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, sind es in 5 Jahren schon 10 Mio mehr! Dieses enorme Bevölkerungswachstum gehört zu den grössten Sorgen der Regierung. 40% oder 32 Mio Menschen leben unter der Armutsgrenze. Auch die Unterernährung bei Kindern nimmt ständig zu. Die Regierung gestand schon selber ein, den Kampf gegen die Unterernährung verloren zu haben. Waren 1996 noch 13,16 Mio Kinder betroffen, stieg die Zahl heute auf 15,64 Mio. Trotz dieser dramatischen Situation beharrt die katholische Kirche auf Anweisung von Rom, auf ihrer Politik und erlaubt keine künstlichen Verhütungsmethoden um die hohe Geburtsrate zu stoppen. Die Kirche geht sogar so weit, dass sie Politiker die sich allzusehr für eine agressivere Familienplanungspolitk einsetzen, mit Massnahmen bei den Wahlen 2004 drohen. Mit künstlicher Empfängnisverhütung verhindert man in den Augen der Kirche ein Leben und das ist offenbar ein Verbrechen. Was wohl das grössere Verbrechen ist, ein Leben zu verhindern oder ein Leben durch Hungertot zu verlieren, scheint sich die Kirche wohl noch nie überlegt zu haben. Eigentlich müsste die katholische Kirche für dieses Verbrechen angeklagt werden. Statt dessen lässt sich Pabst Johannes Paul II. von Hunderttausenden in Kanada und Mexiko feiern. Wer versteht da noch die Welt? Erfolgserlebnis Ich verbringe die ganze Zeit in Angeles City und arbeite fleissig an meinen publizistischen Projekten, meistens vormittags, wenn die Touristen noch schlafen. Ich habe dabei auch ein Erfolgserlebnis. Endlich, nach 2 ½ Jahren, kann mir jemand erklären, wie ich im Internet mit der amerikanischen Tastatur die ä, ö und ü schreiben kann! Vielen Dank Tom. Mit meinem nicht gerade ferientypischen Verhalten ärgere ich mich dummerweise für kurze Zeit über einige anwesende Urlauber, die sich brüsten, spät morgens „besoffen“ nach Hause gekommen zu sein. Als ob dies eine Leistung sei!. Wie kann man nur so primitiv verhalten, ich würde mich schämen. Einige Male musste ich mich fragen, ob es denn eigentlich keine „normalen“ Leute gibt, die hierher in die Ferien reisen. Vermutlich bin ich aber viel weniger tolerant, als ich selber denke. Die Leute kommen in die Ferien, um sich vor ihrem stressigen Berufsleben ein wenig auszutoben, verständlich. Dass man dabei aber immer „saufen“ muss, ist für mich trotzdem unverständlich. Dass solche Männer in der Schweiz keine Frau finden können, kann ich durchaus verstehen. Nun, ich saufe nicht und habe auch keine gefunden. Aber lassen wir das. Die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung auf dem Immigration Office in Angeles ist einfach. Es ist jedoch ratsam, nicht in T-shirt, kurzen Hosen und Slippers vorzusprechen. Man ist freundlich und gibt kompetent Auskunft. Als ein Deutscher mit der zu bezahlenden Gebühr nicht einverstanden ist, macht ihn der Beamte höflich aber deutlich darauf aufmerksam, dass eine Visumsverlängerung kein Recht sondern nur ein Privileg darstellt. Zurück nach Thailand Infolge des unstabilen Wetters beschliesse ich frühzeitig nach Thailand zu fliegen. Ich buche meinen Flug auf den 23. August um. Fünf Tage vor Ablauf meiner Aufenthaltsbewilligung gilt es einmal mehr Abschied zu nehmen. Das sind immer schwere Momente. Alles Schöne ist eben vergänglich, leider. Mit der Zeitverschiebung von einer Stunde bringt mich der Airbus A-330 der Thai International um 16.40 nach Thailand zurück. Im Airport-Bus kommt es zu den ersten Spässen mit dem Chauffeur (auf Thai natürlich). Tja, hier fühle ich mich einfach wohl. Sukhumvit Road contra Fields Avenue. Welch ein Kontrast! Wie billig man abends in den Strassenrestaurants und Garküchen essen kann. Sobald es dunkel wird, werden überall Klapptische und Klappstühle aufgestellt. Für 50 Baht (Sfr. 2.-) gibt es einen schmackhaft „Plaa tord kathiam“ gebratener Fisch mit Knoblauch, dazu einen Teller Reis und ein Mineralwasser. Via E-mail erfahre ich, dass mein Freund Peter von der Schweizer Botschaft in New-Dehli am gleichen Tag nach Bangkok fliegt. Wir treffen uns in der Soi 7. Ist so etwas nicht lustig? Was einzig nicht ins Strassenbild dieses Touristenviertels passt, sind die immer zahlreich werdenden Bettler. Etliche liegen nun schon, die Hände mit der Betteltasse ausgestreckt, auf dem Gehsteig inmitten der Passanten. Beinahe "Kalkutta Verhältnisse". Dass die Behörden dagegen nichts unternehmen ist unverständlich. Es gibt wohl nur eine Erklärung: die Polizei ist am Geschäft mitbeteiligt. Nach zwei Tagen disloziere ich nach Pattaya. Die Stadt hat sich seit meiner Abreise noch sichtlich verschönert. An der Second Road und Central Pattaya werden die Trottoirs neu gemacht. Überall wird gebaut. Der Ministerpräsident rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 4%. Doch wie fast überall geht das Ganze auf Kosten der Umwelt. Als ich von der Second Road Richtung Meer die Soi 13 hinunter laufe, bleibe ich kurz vor einem Rohbau enttäuscht stehen. Stand hier nicht ein Frangipanibaum, dessen weisse Blüten im letzten Frühling so wunderschön leuchteten? Schade. Verheerende Überschwemmungen Nicht nur in den Philippinen, auch im Norden Thailands haben heftige Regenfälle schwere Verwüstungen verursacht. Der halbe Norden steht unter Wasser. Ansonsten läuft in Thailand immer etwas, meistens das gleiche. Fast täglich werden von der Polizei Drogenkuriere geschnappt, obwohl dafür in Thailand die Todesstrafe steht. Anscheinend klappt es mit der Abschreckung nicht so, denn alleine im Gefängnis von Ban Kwang (Bangkok) sitzen 690 zur Todesstrafe verurteilte Gefangene. Und wenn einmal keine Drogen gefunden werden, beschlagnahmt die Polizei 11'000 Schlangen oder 6'000 Schildkröten, die anscheinend für Restaurants bestimmt waren. In Pattaya gab es sogar einen bewaffneten Bankraub! Vier Ausländer (4 Russen) überfielen eine Filiale der Bank of Ayutthaya und erschossen dabei einen Polizisten. Sie entkamen mit 1,5 Mio Baht. Die Bande kam jedoch nicht weit. Schon am nächsten Tag wurden die Räuber festgenommen, während sie versuchten, mit einem Motorboot, das sie zuvor für 570'000 Baht cash! gekauft hatten, über den Golf von Thailand nach Prachuab Khiri Khan zu entkommen. Als die Räuber gestellt wurden, hatten sie schon fast die Küste von Hua Hin erreicht. Im Boot fand die Polizei 986'000 Baht, Die drei wiesen jegliche Schuld von sich und behaupteten, sie wollten nach Koh Samui zum Angeln gehen... Freiflug nach Kalkutta Durch die vorzeitige Rückkehr nach Thailand konnte ich auch meine Reise nach Darjeeling (Nordindien) um einige Wochen vorverschieben. Damit würde sich für mich erneut die Gelegenheit ergeben, einen Abstecher nach Nepal zu machen. Dank dem Meilenstand von 37'000 Km bei der Star Alliance kann ich einen Freiflug beantragen. Nach Kathmandu oder nach Kalkutta (für beide Destinationen benötigt man 35'000 km). Darjeeling liegt dazwischen. Ich entscheide mich für Kalkutta da ich mir diesmal fest vorgenommen habe mit einer positiven Einstellung dorthin zu gehen. Ausser, dass das liebe Fräulein der Thai International Kalkutta mit Jakarta verwechselt und mir zuerst ein Flug nach Indonesien bucht, klappt es mit der Ausstellung des Ticket tadellos. Hinflug: 25 September - Rückflug: 12. November. Na also, Kalkutta ist schön, ich freue mich auf Kalkutta, ich liebe Kalkutta...
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