| Zum Gedenken an die Opfer des Seebebens |
| Südthailand:
traumhaft schöne Badestrände, am 26. Dezember 2004 wurde diese Idylle für
unzählige Menschen innert Minuten zum Horror. Allen die in dieser Tragödie
jemanden verloren haben, möchte ich hiermit mein herzliches Beileid
aussprechen. |
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 Phuket: Patong Beach
   Ko Phi Phi

   Krabi: Ao Nang Beach und Ko Boda

   Phra Nang
Warum niemand vor der Flut gewarnt hat!
Seismologen rund um den Globus sahen die Tsunamis im Indischen Ozean voraus. Sie
scheuten einen Grossalarm, weil sie die Auswirkung nicht einzuschätzen
vermochten.
Es war 7.59 Uhr in Indonesien, als die Indisch-Australische und die Eurasische
Platte der Erdkruste, die sich im Andamanen-Graben verkantet hatten, auseinander
brachen. Das Seebeben, das die Stärke 9 auf der Richterskala besass, sandte
ungeheure Schockwellen durch den Indischen Ozean. Diese sausten mit
durchschnittlich 800 Stundenkilometern kaum bemerkbar durch die hohe See, bis
sie sich an seichten Küsten, abrupt gestoppt, zu schäumenden Wassermauern
auftürmten.
Zwei Stunden nach den Erdstössen schlugen die Fluten über der Thailändischen
Ferieninsel Phuket zusammen. Zweieinhalb Stunden verstrichen, bevor sie Sri
Lanka und das indische Festland verwüsteten, vier Stunden, bis sie die Malediven
überschwemmten, und sieben Stunden, bis sie Somalia und Kenya erreichten, die
rund 4800 Kilometer vom Epizentrum entfernt an der afrikanischen Ostküste
liegen. Genügend Zeit, möchte man meinen, die Küstenstriche zu evakuieren. Warum
warnte niemand die Bewohner der gefährdeten Gebiete?
Die Warnung vom Tsunami-Institut aus Honolulu (Hawaii) stellte das
Meteorologische Amt in Bangkok vor eine schwere Entscheidung. Sechs Jahre zuvor
hatte der damalige Direktor des thailändischen Wetterdienstes einen falschen
Tsunami-Alarm auf den Ferieninseln Phuket, Krabi und Phi Phi ausgelöst. Schimpf
und Schande hatte ihm die Tourismusindustrie dafür gesagt. Niemand schien in
Thailand dafür Verständnis zu haben, dass die Gewalt der Flutwellen von der
Beschaffenheit des Meeresbodens in Ufernähe abhängt und daher ungeheuer schwer
vorauszusagen ist. Keine Wasserfluten folgten der Nasa zufolge auf drei von vier
Warnungen, die seit 1948 weltweit ausgegeben wurden, und der wirtschaftliche
Verlust, der eine unnötige Evakuation mit sich bringt, geht in die Millionen.
Niemand im Meteorologischen Amt zu Bangkok wollte nach Einschätzung der
thailändischen Zeitung «The Nation» die Verantwortung übernehmen. Die
eindeutigen Daten fehlten. Die Beamten beschlossen, keine Warnung auszugeben.
Mike Baettig (ein Luzerner) der seit mehreren Jahren auf Phuket lebt, hat vom
Ausmass dieser Katastrophe eindrückliche Bilder auf seiner Webseite publiziert.
www.mike-thai.com (Rubrik Tsunami
anklicken)
Abschied
Gerade sechzehn Tage hat es im neuen Jahr gedauert, ehe der Preis für
Diesel-Benzin erneut anstieg! Innenpolitisch hat sich nach dem unerwartenden Tod
von Ex-Präsidentschaftskandidat Fernando Poe einiges in Bewegung gesetzt. Von
den Anhängern Poes gestärkt, ist Estrada plötzlich wieder ein politisch
„starker“ Mann geworden. Insider philippinischer Politik meinten denn auch, dass
die gegenwärtige Präsidentin Arroyo alles tun werde um an der Macht zu bleiben,
Estrada dagegen alles daran setzten werde wieder an die Macht zu kommen. Ich bin
ja gespannt wie das herauskommt.
Fast sieben Monate habe ich in Angeles verbracht. Eine lange Zeit. Auch eine
gute Zeit. Ich habe hier die nötige Ruhe gefunden um mit voller Konzentration an
meinen publizistischen Projekten arbeiten zu können. Dass ich das Hähnegekrähe
(ca. 1 ½ Mio mal !!) so schadlos überstehen würde, hätte ich wirklich nicht
gedacht.
Kurz nach 02.00 Uhr des 1. Februars landet die Maschine der Kuwait Airways in
Bangkok. Nach einem halben Jahr geregeltem, ja fast ehelichem Leben, bin ich
wieder alleine. Das neue Leben fällt mir nicht leicht. Ich fühle mich in den
ersten Tagen wie auf die Strasse gesetzt, einsam, heimatlos. Ich ziehe daher
gleich weiter nach Pattaya ins Twin Palms Resort. Dort fühle ich mich wenigstens
ein kleinwenig zu Hause.
Hingis, Wahlen und chinesisches Neujahr
In Pattaya weilt derzeit auch Martina Hingis, unsere fünfmalige Tennis Grand
Slam Siegerin. Nachdem sie vor zwei Jahren den Tennissport aufgrund einer
chronischen Schulterverletzung an den Nagel hängte, startet sie hier bei den mit
170'000 US $ dotierten WTA-Turnier des Volvo Women’s Open. Das Turnier beginnt
mit einem Paukenschlag, als Martina, das gross angekündigte Zugpferd und Star
des Turniers, bereits in der ersten Runde gegen die Deutsche Marlene
Weingartner, Nummer 73 der Weltrangliste, in drei Sätzen, 6:1, 2:6 und 2:6
ausscheidet. Das Turnier gewinnt übrigens Conchita Martinez (Sp).

Martina Hingis, Star des Volvo Women's Open 2005
Am 2. Februarwochenende finden in Thailand die Parlamentswahlen statt. Wahlen in
Thailand sind bei vielen ausländischen Touristen unbeliebt, denn diese sind mit
Einschränkungen verbunden. So darf während zwei Tagen kein Alkohol weder
verkauft noch ausgeschenkt werden! Nach den inoffiziellen Ergebnissen hat die
Thai Rak Thai Partei von Premierminister Thaksin einen ganz klaren Sieg
errungen. Von den 500 Sitzen im Repräsentantenhaus, dürfte die TRT neu ca. 400
Sitze einnehmen. Mit diesem Machtgewinn kann Thaksin das Königreich praktisch
alleine regieren. Grosse Verlierer der Wahlen sind die Demokraten, die nur
gerade 93 Sitze sichern konnten. Die Politik von Premierminister Thaksin scheint
demnach bei der Bevölkerung auf grosse Zustimmung zu stossen. Die
Wirtschaftswachstumrate weist Zahlen aus, von der man in Europa nur träumen
kann. Neue Hotels, Condos, Warenhäuser wachsen wie Pilze aus dem Boden. Der
Wohlstand ist auch auf den Strassen bemerkbar. Bald jedermann besitzt ein
kleines Motorrad, Nobelkarrossen sind in der Überzahl. Doch dies ist ein
gefährliches Trugbild hinter welchem eine gefährliche Zeitbombe tickt. Die
Thais leben nämlich über ihren Verhältnissen und der Trend ist steigend. Der
Konsumrausch wird ihnen durch die seit Jahrzehnte nicht mehr so tiefen
Kreditzinsen auch leicht gemacht. Dies haben die neuesten Zahlen erwiesen,
wonach die Verschuldung pro Haushalt immer mehr wächst. Betrug sie im Jahr 2000
durchschnittlich noch 68'405 Baht stieg diese im ersten Quartal 2004 auf 110'566
Baht!
Am ersten Tag des zunehmenden Mondes im zweiten Mondmonat nach der Winterwende
beginnt das chinesische Neujahrsfest und dauert drei Tage. Was hat das
chinesische Neujahr mit Thailand zu tun werden sie mich fragen? Nun, obwohl die
Thai-Chinesen in der Minderheit sind, ist ihr Einfluss, vor allem in der
Wirtschaft, dominant. Und da die Thais ja gerne feiern, freuen sie sich über
jede Gelegenheit.
Mit Feuerwerk, Krachern, Drachenshows begrüssen die Chinesen das neue Jahr, das
Jahr des Hahnes. Für die Thai-Chinesen ist es das wichtigste Familienfest des
Jahres und hat ähnliche Bedeutung wie in europäischen Ländern Weihnachten. So
stehen die Feierlichkeiten ganz im Zeichen der Familie, immer mehr wird es zu
mehrtägigen Familienausflügen mit Einkaufstouren benützt.
  
Das neue Jahr wird mit Drachenshows begrüsst
Koh Samui: 27 Jahre danach
Die Tsunami-Katastrophe hat seine Wirkung auf den Tourismus nicht verfehlt.
Durch massive Annullierungen von internationalen Reiseveranstaltern, sank die
Zahl der internationalen Flugpassagiere auf dem Phuket International Airport im
Januar um 88,8% gegenüber dem Vorjahr. Profitiert von dieser Flucht aus Phuket
hat unter anderem auch Koh Samui, an der anderen Küste liegend. Und es werden
noch mehr Touristen kommen! Nachdem die Bangkok Airways bereits von Singapore
nach Koh Samui fliegt, wird es ab April drei Flüge die Woche von und nach
Hong-Kong geben. Der 2 ½ stündige Flug wird für Package-Touristen somit eine
attraktive Week-End Destination.
Da mich meine Weiterreise nach Kuala Lumpur durch Südthailand führt, beschliesse
ich in Koh Samui, 27 Jahre nach meinen ersten Besuch, einen kurzen Halt
einzuschalten. Wie zu erwarten war, hat sich seit 1978 einiges verändert. Damals
war die Strasse von Nathon über Big Buddha nach Chaweng noch nicht asphaltiert.
Es gab keinen Flughafen, kein Spital. Läden und Reisebüros gabs nur in Nathon,
von Internets gar nicht zu sprechen. Der Verkehr ist bei meiner Ankunft fast so
schlimm wie in Bangkok. Touristen hat es auch einige mehr als 1978. Damals wurde
Koh Samui fast ausschliesslich von Rucksacktouristen besucht, heute ist die
Insel durch den Massentourismus eingenommen. Der Sandstrand ist nach wie vor
Klasse. Einzig der Lärm der im Stundentakt abfliegenden Maschinen übertönt das
rhythmische Rauschen der brechenden Wellen. Während die Schweiz und weite Teile
Europas unter dem Schnee versinken, herrschen hier paradiesische Temperaturen.

Ausgangspunkt für eine Reise mit dem Zug nach Koh Samui ist der Hauptbahnof Hua Lamphon in Bangkok
  
    
Die Fahrt nach Surat Thani dauert zwölf Stunden


Überfahrt nach Koh Samui mit der Seatran Ferry von Donsak (Bild)
  
Ankunft in Nathon - Bild links der Pier
  
Fahrt nach Chaweng Beach

  
Neben dem Tourismus ist der Anbau von Kokosnüssen die wichtigste Einnahmequelle
der Insel

Die Kokosnüsse werden durch Affen
gepflückt.
Bei "monkey shows" wird gezeigt wie die Affen dazu dressiert werden
    
Seit meinem letzten Besuch hat sich einiges geändert...
  
Die Beach ist jedoch nach wie vor Klasse!
  
Erinnerungen an die guten alten Zeiten...
 Lamai Beach 1978: ein Bungalow für 50 Baht
    
Chaweng Beach 1978
Von meinem ersten Besuch an der Chaweng
Beach sind einzig die Erinnerungen geblieben. Ja, René Peiry, hier hast Du mir
den Schreck des Lebens versetzt, als Du damals abends nicht ins Bungalow
zurückgekehrt bist!
Von Kaschunüssen und Kautschukplantagen
Wem schmeckt sie nicht, die
nierenförmige Nuss-Frucht! Wer weiss aber schon wie diese überhaupt wächst? Die
Wenigsten. Ursprünglich aus Südamerika stammend, wurde der Acajou-Baum im 16.
Jahrhundert von einem portugiesischen Händler in Indien angepflanzt, Land
welches heute als wichtigster Produzent gilt. Die Bäume sind auch in Südthailand
weit verbreitet. Diese werden bis zu drei Meter hoch, deren Zweige eine Unmenge
von roten Blüten tragen. Wenn die Frucht, Apfel genannt - gleicht aber eher
einer Birne -, reif ist, nimmt sie eine rote oder gelbe Farbe an. Die Nuss
selber, rund 2-3-cm lang, ragt aus dem Fruchtstiel des „Apfels“ heraus. Dieser
enthält ein scharf schmeckendes Öl. Um den äusseren Mantel zu öffnen und das Öl
zu gewinnen, wird der Fruchtkern zuerst geröstet. Das Öl schmeckt gut, ist
jedoch für den Ernährungssektor zu kostbar und geht in die
pharmazeutisch-kosmetische Industrie.
  
Der Kaschunussbaum mit Blüte

Der "Apfel" mit der Nuss
Die
Cashewnuss enthält 10 mg Vitamin E und nimmt in dieser Beziehung eine
Spitzenleistung ein. Hundert Gramm Nüsse haben 590 Kalorien (2440 Kj).
Seit 1963 ist es möglich die Nüsse maschinell zu schälen und gleichzeitig das Öl
zu gewinnen. Die Schale der Nusskerne enthält das starke Gift Cardol, dass
Verbrennungen auf der menschlichen Haut verursachen kann.
    
Die Schale des Nusskern enthält das Gift Cardol
Die Kautschukbäume (Hevea brasilinesis) haben mit unseren als Zimmerpflanze
bekannten Gummibäume überhaupt nichts gemeinsames. Die ursprüngliche Heimat des
Kautschukbaumes ist das Amazonasgebiet Südamerikas. Als Charles de la Condamine
von seiner Expedition (1735 – 1745) aus Südamerika nach Europa zurückkehrte,
brachte er Kautschuk mit. Viele Wissenschaftler, vornehmlich englische und
amerikanische Chemiker forschten an den Eigenschaften des neu entdeckten
Rohstoffs. 1770 erkannte Joseph Priestly seine Verwendbarkeit als Radiergummi.
Als Charles Goodyear 1839 die Vulkanisation des Naturkautschuks mit Schwefel
entdeckte, erlangte der Kautschuk weltwirtschaftliche Bedeutung. Brasilien
besass lange Zeit das Weltmonopol im Kautschukhandel. Heutzutage wird 95% der
Gesamtproduktion von Naturkautschuk in Südost-Asien kultiviert. Die drei
grössten Produktionsländer sind Thailand, Indonesien und Malaysia.
Jeder Reisende ist mit Bestimmtheit schon einmal an einer Kautschukplantage
vorbeigefahren. Die dicht, in strikter symmetrischen Linien, aneinander
gepflanzten Bäume, fallen vor allem auch auf, weil sie stets alle schräg
wachsen. Die Bäume werden bis 30 Meter hoch. Als einer der wenigen Bäume in
Südost-Asien, verliert der Baum einmal im Jahr seine Blätter.
Nachdem der Milchsaft (Latex) in einem Auffangefäss gewonnen wurde, wird das
Latex mit Wasser verdünnt und durch Zugabe von Säuren, meist Essig-,
Ameisensäure, zur Koagulation gebracht. Der so gewonnene Kautschuk wird
anschliessend zu Platten gewalzt.
Bei der Durchfahrt durch die Dörfer Südthailands, habe ich mich oft gewundert,
dass praktisch neben jedem Haus so viele weisse Wäsche an einer Leine hängt! Um
Klarheit zu schaffen, habe ich angehalten. Die „weisse Wäsche“ waren in Realität
die Latex-Platten die zum trocknen aufgehängt wurden!

Ein Kautschukbaum
   Bild links: Koagulation des Latex - Bild rechts: das Rätsel der "weissen Wäsche"!
In Malaysia gehen die Uhren anders
Die Zugs- und Busverbindungen zwischen Bangkok und Kuala Lumpur sind, für ein
Reiseland wie Thailand, hundsmiserabel. Es gibt zwischen beiden Hauptstädten
nicht einmal eine direkte Verbindung! Die Züge ab Bangkok fahren nur bis
Butterworth (Penang). Bussreisende müssen in Hat Yai umsteigen und werden mit
einen Minibus nach Butterworth zur Weiterreise gebracht. In Hat Yai wie in
Butterworth, ist stundenlanges Warten angesagt. Keine gegenseitige Abstimmung
der Fahrpläne. Eine mühsame Angelegenheit! Wer die Grenze von Thailand nach
Malaysia überquert, muss durch die einstündige Zeitverschiebung zwischen beiden
Ländern, wenigstens in Butterworth eine Stunde weniger lang warten! In Malaysia
wird in unserem Alphabet geschrieben, verstehen tue ich dennoch nichts. Die
Wörter auf Tafeln, Schildern, Reklamen in malaiischer Sprache sind mir total
fremd. Der Schreibweise nach glaube ich mich im ersten Augenblick in der Türkei
zu befinden. Zu Essen gibt es auch nichts gescheites, nur eine Nudelsuppe. Der
süsse Tee ist allerdings schmackhaft.
    
24 Std nach meiner Abreise in Koh Samui,
erreiche ich um 05.00 Uhr morgens Kuala Lumpur. Der erste Eindruck ist positiv,
sehr positiv. Eine moderne, saubere Stadt mit einem multikulturellen Gemisch von
freundlichen Leuten. Trotz meinem kurzen Aufenthalt lerne ich Malaysia als
modernes und fortgeschrittenes moslemisches Land kennen.
    
Kuala Lumpur
Petronas Twin Towers
Erbaut auf dem Gelände einer früheren Pferderennbahn bilden die Petronas Twin
Towers die grosse Sehenswürdigkeit von Kuala Lumpur. Bis vor kurzem galten sie
als die höchsten Wolkenkratzer der Welt. Ihre Höhe beträgt 452 Meter (88
Stockwerke). Der Bau dauerte 5 Jahre und wurde 1997 fertig gestellt. Die
Baukosten betrugen 1,2 Milliarden US-Dollar.
Die Türme selbst beherbergen neben dem Hauptfirmensitz von Petronas unter
anderem eine Kunstgalerie, eine Konzerthalle mit 840 Sitzen und ein mehrere
Stockwerke tiefes Untergrund Parkhaus. Hauptsächlich als Fluchtweg bei Notfällen
gebaut, bildet die so genannte Skybridge ein besonderes Merkmal der Petronas
Twin Towers. Die knapp 59 Meter lange Brücke verbindet auf zwei Ebenen jeweils
die 41. und 42. Stockwerke der beiden Türme. Sie hängt in einer Höhe von ca. 170
Metern.
    

Die Petronas Tower
Endstation Kuala Lumpur
Gemäss meinem Reiseplan sollte es von Kuala Lumpur nach Colombo (Sri Lanka)
weitergehen. Ein Ticket one way mit der Malaysian Airlines kostet 980 Ringgit,
etwa Sfr. 310.-. Doch darum brauch ich mich nicht mehr zu kümmern, denn Kuala
Lumpur bedeutet für mich Endstation. Dass die Reise hier enden würde, hatte ich
bereits vorher entschieden. Mit der Ausrufung des Ausnahmezustandes am 1.
Februar durch den nepalesischen König Gyanendra, wurde das Land vorübergehend
von der Aussenwelt abgeschnitten. Der Flughafen war geschlossen, die
Internetverbindungen unterbrochen. Der Entscheid, die vorgesehene Weiterreise
auf dem Landweg nach Nepal abzubrechen, war ein schwieriger Entscheid. Umso mehr
ich diesen unter grossem Zeitdruck fassen musste. Dies ist nun schon das 3. Mal,
dass ich meine Pläne nach Nepal zu reisen, infolge politischer Unruhen, absagen
muss. Schade um die schöne Reise nach Sri Lanka und Süd-Indien! Aber
aufgeschoben ist nicht aufgehoben und wer weiss, vielleicht lässt sich ja Mal
jemanden finden der sich dieser Reise anschliessen würde!
Mit diesem Entscheid lasse ich mir die
Option offen, sollte sich die politische Lage bis Ende Februar beruhigen, noch
immer von Bangkok nach Kathmandu fliegen zu können. Die seit dem 12. Februar von
den Maoisten landesweit durchgeführte Strassenblockade nach Kathmandu führte in
der nepalesischen Hauptstadt zu Versorgungsengpässen. Die Blockade wurde daher
nach zwei Wochen aufgehoben, doch die Rebellen warnten bereits vor einem
erneuten landesweiten Streik beginnend am 14. März.
Seit 1996 liefern sich das Militär und maoistischen Rebellen einen erbitterten
Kampf. Die Rebellen wollen die Monarchie stürzen und eine kommunistische
Republik errichten. Seit Beginn des Aufstandes kamen bei den
Auseinandersetzungen mehr als 11 000 Menschen ums Leben. Die Hintergründe dieses
Konfliktes sind im Buch „Krieg im Himalaya“ von Benedikter Thomas (LIT Verlag,
München 2003) dargestellt.
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