Maopai
Home
Mabuhay Pasko - Weihnachten in den Philippinen (MP 09 / 04.02.2009)

Indien-Trip abgesagt

Die Wettervorhersage für Darjeeling (Indien) war so miserabel, dass ich in Kathmandu beschloss auf diesen Abstecher zu verzichten. Darjeeling, bei Regen und Nebel, nein danke, das kenne ich zur Genüge. Kurzfristig beschloss ich auch auf die Weiterreise nach Mumbai und Goa zu verzichten und nach Thailand zurückzukehren. „Sorry Fritz, ich hoffe, Du bist mir deswegen nicht Böse“. Einen Monat früher als geplant stehe ich in Bangkok um Mitternacht am Schalter der Cebu Pacific. Cebu ist eine der aufstrebenden Billigfluggesellschaften Asiens. Geschickt nutzen sie ihre Flugzeuge für Nachtflüge aus. Die Preise sind entsprechend unschlagbar. Ein dreistündiger Flug von Bangkok nach Manila kostet, online gebucht, nur gerade 5'063 Baht (172.75). Restriktiv sind sie allerdings mit dem Fluggepäck: statt den üblichen zwanzig Kilos sind nur fünfzehn Kilos erlaubt. Auch das Handgepäck wird strenger kontrolliert. Die Eincheckzeiten werden genau eingehalten. Recht so, die Passagiere sollen lernen pünktlich zu sein. Dies hat sich auch bereits positiv ausgewirkt, denn laut Analyse der Fluggesellschaft konnten im Monat Oktober 2008 die Flüge zu 85% ohne Verspätung durchgeführt werden. Ein grosser Vorteil für die Passagiere von Cebu Pacific ist zudem, dass die Fluggesellschaft seit letztem Sommer für alle ihre Flüge, In- und Ausland, den neuen, grösseren, Terminal NAIA 3 benützt. Neue Destinationen kommen ständig dazu, so seit kurzem auch die lang ersehnte Direktverbindung Bangkok - (Clark) Angeles City. Bei solch raschem Wachstum kann ich als Flugpassagier aber nur hoffen, dass der technische Unterhalt nicht darunter leidet.

    
Flughafen NAIA 3; Flugzeuge der Cebu Pacific

  
Morgenflug um 04.20 Uhr

Als Alibi-Ausreiseticket, ohne welches niemanden für einen Flug in die Philippinen zugelassen wird, habe ich diesmal einen Flug der Air Asia von Clark nach Kota Kinabalu (Ost-Malaysia) gebucht. Kostenpunkt: 2’359 Pesos (58.85). Das Fräulein am Eincheckschalter muss allerdings zweimal bei Vorgesetzten nachfragen wo sich denn Kota Kinabalu befinde, bevor sie mir die Boarding card aushändigt!
Kaum in Manila gelandet muss ich mich bereits wieder über die Disziplinlosigkeit der Filipinos ärgern. Die Aufforderung über Bordlautsprecher in Englisch und Tagalog, die Händys aus Sicherheitsgründen erst nach Erreichen des Terminals einzuschalten, ist kaum erfolgt, schon „fingerlet“ mein Sitznachbar an seinem Händy und muss ein SMS senden. Hinter mir, vor mir, überall ertönt der verräterische Einschaltton. Und dass Kabinenpersonal schaut einfach zu! Entweder ist die Sicherheit mit dem Einschalten der Händys wirklich gefährdet und dann schreitet das Flugpersonal ein oder, wenn kein Risiko besteht, kann auf die Durchsage verzichtet werden. Alles andere macht keinen Sinn.
Für den Anschlussflug nach Tacloban um 04.20 Uhr bin ich zu spät, für den Flug um 12.20 Uhr noch etwas zu früh. Dreiundzwanzig Stunden nach meiner Abreise in Pattaya bin ich wieder in Maydolong zurück.

    

Besuch in AC

Ich bin keine vierundzwanzig Stunden in Maydolong zurück, schon gibt es den ersten Stromausfall! Nichts, gar nichts hat sich scheinbar verändert. Im einzigen Einkaufszentrum in Borongan, dem Up Town Mall, gibt es auch nach sechs Monaten noch immer nur gesalzene Butter und in den Regalen gibt es lediglich „tonnenweise“ Heidelbeere Konfitüre. Ach, wie rückständig hier doch alles ist!
Seit meiner Abreise hat sich jedoch dennoch etwas getan. Es gibt nun Direktflüge von Manila nach Borongan und im Januar soll mit der Reparatur der Strasse begonnen werden. Es wird allerdings bereits gemunkelt, dass das Geld dafür letztes Jahr für die Finanzierung der Wahlkampagne ausgegeben worden sei!

    
Highway Projekt "2'520 Km" - Hätte letzten September gestartet werden sollen...


Die Baumaschinen sind da, aber...

Ohne Visum, nur mit den einundzwanzig Tagen Einreise, ist mein Plan die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mit unserem jährlichen Besuch in Angeles zu kombinieren. Unsere Anreise über Ormoc, Cebu, Bohol und von Cebu direkt nach Angeles fällt jedoch buchstäblich ins Wasser. Tja, Reisen in den Philippinen ist wegen den klimatischen Bedingungen oft nicht so einfach und man muss immer genügend Zeit einplanen. Als ob ich es geahnt hätte, starten wir zu unserem Trip nach Ormoc einen Tag später. Wir erfahren, dass wegen des Taifuns „Quita“ am Vortag in Cebu „Signal 1“ ausgerufen wurde. Seit dem tragischen Fährunglück der „MV Princess of the Stars“ darf bei Signal 1 kein Schiff mehr auslaufen. Einige Hundert Reisende sind in der Folge in Ormoc und Cebu gestrandet. Auch wir hätten in Ormoc dazu gehört. Als wir in Cebu ankommen ist das Wetter so schlecht, dass wir den Besuch zu den „Schokoladenhügeln“ auf Bohol absagen. Kurzfristig buchen wir die Tickets um und fliegen statt nach Clark am nächsten Nachmittag nach Manila. Auch dieser Entscheid hat sich als goldrichtig erwiesen, als sich nämlich am gleichen Tag, „Rolly“, der 18. tropische Taifun, der Stadt Tagbilaran näherte. Nach Bohol wären wir sicher noch gekommen, aber zurück nach Cebu?

  
Supercat Ormoc - Cebu


Swagman Hotel in Manila

In Angeles City treffe ich am Stammtisch des Sunset Gardens erneut einige bekannte Gesichter. Während einer Woche geniesse ich die Küche: Käseschnitte, Käse- und Wurstsalat, Cordon Bleu und anderes. Am liebsten bestelle ich „Zürcher Geschnetzeltes“ schon nur weil das Personal es so lustig ausspricht. Eine Woche in AC kommt mich jedoch jedesmal recht teuer zu stehen. Da in Borongan und Tacloban, viele Sachen nicht erhältlich sind, respektiv die Auswahl sehr eingeschränkt ist, profitieren wir hier mit Einkaufen. Schon nur der Einkauf bei Bretto (Delikatessenladen) hat beinahe soviel gekostet wie die beiden Flugtickets von Manila nach Tacloban!

    
Der Stammtisch im Sunset - Reini und Alois

Massaker von Balangiga

Der Rückflug nach Tacloban mit unserem Gepäck ist jedes Mal eine kleine Expedition. Das zugelassene Gewicht bei Inlandflügen ist bei der Cebu Pacific ebenfalls auf fünfzehn Kilos beschränkt worden und das Kilo Übergewicht kostet seit letztem Sommer dreimal mehr (mit 3.- pro Kilo immer noch recht günstig.
Gemäss Fahrplan starten die Kleinbusse von „Van-Van“ stündlich ab 06.00 Uhr morgens, dies aber nur wenn es genügend Passagiere hat. So warten wir wieder einmal geduldig auf die Abfahrt. Bis ein Bus endlich losfährt geht es aber meistens chaotisch zu und her. Und wenn dann endlich alle Passagiere ihre Sitze eingenommen haben und für die Abfahrt bereit sind, fehlt sicher der Fahrer. Zum Glück gibt es mit „Duptours“ die Konkurrenz. Wettbewerb in der Wirtschaft bewirkt, dass der Verbraucher bessere Produkte zu besseren Preisen erhält. Im Dienstleistungssektor sollte die Folge davon bessere Leistungen und vor allem ein besserer Kundenservice sein. Ob mit oder ohne Konkurrenz, dies scheint in diesen Breitengraden keine grosse Rolle zu spielen. Als wir mit „Duptours“ bereits eine halbe Stunde Richtung Samar unterwegs sind, meldet sich der Fahrer, dass er nach Tacloban zurück müsse weil er vergessen habe zu tanken! Mir ist es eigentlich noch egal, denn die Fahrt über die Meeresenge von San Juanico war landschaftlich so schön, zudem sollte ich dringend auf’s WC. Auch bei der zweiten Überquerung von San Juanico bin ich begeistert. Die Landschaft, mit dunklen, tief hängenden Wolken über den von der Sonne erleuchteten, mit Kokospalmen bewachsenen Hügeln, ist bezaubernd. Eine Stimmung wie in der Südsee.


Tacloban

  
San Juanico

  

    
Bild links: Provinzgrenze Samar - Eastern Samar

    
In der Umgebung von Laawan

Wer würde bei der Durchfahrt des friedlichen Dorfes von Balangiga ahnen, dass hier während des Philippinisch-amerikanischen Krieges im August 1901 die Amerikaner eine der schlimmsten Niederlagen in ihrer bisher damaligen Geschichte erlitten! Fünfzig amerikanische Soldaten des 9. US Infanterieregiments wurden bei einem Überfall durch philippinische Guerilleros getötet. Dieser Hinterhalt und die daraus resultierenden Vergeltungsmassnahmen – Tausende von Filipinos wurden getötet, ist noch heute einer der strittigsten Angelegenheiten zwischen den Philippinen und den USA. Einer der Streitpunkte ist die Rückgabe der Kirchenglocken von Balangiga, die von den Amerikanern als Kriegsbeute entwendet wurden. Eine der Glocken befindet sich im Besitz des 9. Infanterieregiments auf ihrer Base in Südkorea, während die beiden anderen in einer ehemaligen Base des 11. US Infanterieregiments auf der F.F. Warren Air Force Base in Cheyenne befinden. Mit der Wahl des neuen US-Präsidenten haben die Bewohner von Samar grosse Hoffnung, die Kirchenglocken zurück zu bekommen.

    
Balangiga River

    
Die Kirche von Balangiga - Werden die Kirchenglocken bald wieder hier hängen?

    
Auf dem Weg nach Quinapondan

    
McArthur


Die Küste von McArthur

Rezession

Die derzeitige weltweite Rezession scheint die Philippinen nicht oder noch nicht gross getroffen zu haben. Während meines Aufenthaltes in Angeles und Manila habe ich beim Besuch der grossen Malls wie Robinson oder SM nie den Eindruck einer Rezession empfunden. Es ist jedoch zu befürchten, dass bei den massiven Entlassungen im Ausland, voraussichtlich die ausländischen Gastarbeiter, so auch die Filipinos, als Erste betroffen sein werden. Die Folge daraus wird einen Rückgang der Überweisungen in die Philippinen bedeuten, die nach Schätzungen bisher 16 Milliarden US $ betragen haben. Die Regierung sieht den kommenden Tagen jedoch mit Optimismus entgegen. Die Arbeitslosenquote soll im Oktober einen Rückgang auf 6,8% verzeichnet haben und die Präsidentin hat es zum Ziel gemacht, jährlich eine Million Arbeitsplätze zu schaffen. Im Gegensatz zu Nachbarländern wie Singapur und Japan wird auf den Philippinen im 2009 sogar mit einem Wirtschaftswachstum von 3,7 bis 4,7 Prozent gerechnet. Auch die Zahlungsbilanz verzeichnet für den Zeitraum Januar bis November, nach Angaben der philippinischen Zentralbank, einen Überschuss von 364 Millionen US Dollar. In 2007 lag dieser noch bei 8,58 Milliarden US Dollar. Der Rückgang begründet sich durch die teuren Öl-Importe und einen schwächeren Export.

  
Kleine Freude des Lebens: grüne Spargeln mit Roastbeef oder Fleischkäse mit Spiegelei

Eile mit Weile

Erneut hat es in unserer Nachbarschaft einen Todesfall gegeben. Eine junge Frau ist an typhoid Fieber, Typhus, gestorben. Auch dieser Fall hätte bestimmt verhindert werden können. Völlig ungewohnt, hat es während mehreren Tagen keinen Stromausfall mehr. Dann endlich, am Nachmittag des 4. Dezembers war es wieder einmal so weit. Eine fast unheimliche Periode ging zu Ende.
In der Zwischenzeit ist der Schreiner mit unserem Tischtennis-Tisch fertig geworden. Eine Attraktion im Quartier. Am meisten Begeisterung hat jedoch das von Martin aus der Schweiz mitgebrachte Spiel „Eile mit Weile“ ausgelöst. Vielen Dank Martin.

    

  
Grosse Begeisterung: Eile mit Weile und Tischtennis

Weihnachten in den Philippinen

Regelmässig werde ich von Kollegen gefragt, ob man denn in den Philippinen auch Weihnachten feiert? Und ob! Es sei daran erinnert, dass die Philippinen das einzige christliche Land in ganz Asien ist. Die Weihnacht beginnt hier schon im September. In den Shoppingcentern werden die Kunden mit bunt geschmückten Christbäumen aus Plastik an das grosse Ereignis erinnert. Aus den Lautsprechern ertönen von Morgens bis Abends Weihnachtslieder. Auch hier ist Weihnachten ein gutes Geschäft. So richtig los geht es aber am 16. Dezember mit der Morgenmesse um 04.00 Uhr. An vielen grösseren Orten muss die Messe wegen des grossen Andrangs staffelweise abgehalten werden. Hier in der Provinz geht es ruhiger zu. Die Häuser werden mit Girlanden und Davidsternen beschmückt, die „Besseren“ haben sogar einen Weihnachtsbaum! Dieses Jahr war in unserem Dorf allerdings kaum etwas davon zu sehen. Ein eindeutiges Zeichen, dass die Leute weniger Geld haben.
Schon seit Tagen haben sich die Kinder auf das „Caroling“, das Singen, vorbereitet. Aus Büchsen haben sie Trommeln gebastelt. Einige sind dabei ganz erfinderisch und haben ganze Schlagzeuganlagen zusammengestellt. Bei Einbruch der Dunkelheit geht es dann los. Gruppe um Gruppe halten ihr Ständchen vor unserem Sari-Sari. Alle kriegen dafür einen Obulus. Dies spricht sich natürlich schnell umher und so erscheinen immer mehr Gruppen. Das geht dann ganz schön ins Geld, doch ich finde dies ein ganz schöner Brauch. Einige der Sänger sind echt gut und talentiert, andere wiederum sehr scheu.

    
Caroliners 2008

  
Am 23. ziehen dann auch die Erwachsenen von Haus zu Haus.

    

Am 24. ist die Mitternachtsmesse. Danach gibt es das Weihnachtsessen „Noche Buena“ an der Familienangehörige und Freude eingeladen sind. Dies ist auch der grosse Moment für die Kinder: Päckli werden geöffnet. Weihnachten ohne zu frieren, nur im T-Shirt, ist schon etwas ganz anderes. Mir gefällt es auf jeden Fall besser so.

Die Zeit des Jahreswechsels bedeutet für mich aber auch die Buchhaltung abzuschliessen. Da kommt meistens keine Euphorie auf. Dass der SMI oder Dow Jones abgestürzt sind, das kümmert in meiner Nachbarschaft niemanden. Es wird weiter gesungen als ob nichts geschehen wäre. Unsereins macht sich jedoch grosse Sorgen, denn wenn es weiterhin so bergab geht, wird es für mich langsam kritisch, denn bis zum AHV Alter sind es noch fünf Jahre.

Neue Besucher

Im Dezember durften wir auch wieder einige neue Besucher begrüssen. Vielen Dank Mario und Heinz „Calbo“, dass ihr Euch die Mühe genommen habt zu uns zu kommen.

    
Besuch von Mario...

  
Heinz "Calbo" sowie Markus und Nida

Wettergeschichten

Die erste tropische Depression des Jahres liess nicht lange auf sich warten. Schon am 3. Januar näherte sich „Auring“ drohend der Küste von Samar, drehte dann allerdings Richtung Nord-Osten ab. Dies hat uns jedoch viel Regen gebracht und durch die hohen Wellen hat es erneut viel Holz angeschwemmt. Das Wetter hier in Samar ist von November bis März vom Nord-Ost Monsun „Hangin Amihan“ beeinflusst. Dies hat uns, kombiniert mit den Auswirkungen von „La Niña“ in der 2. Hälfte Januars stark getroffen. Innerhalb einer Stunde, verwandelte sich der Prachtstag in einen fünfstündigen Sturm. Erneut wurden die Papayabäume und einige Bananenstauden im Garten geknickt. Während zehn Tagen, Tag und Nacht, hielt der starke Wind mit zeitweise sintflutartigem Regen an. Die Stromversorgung hat natürlich darunter auch stark gelitten, doch diesmal konnten wir die Situation mit unseren Notlampen und dem Generator gut überbrücken. Von diesem unerwartenden Sturm waren vor allem die Fischer getroffen. Unzählige Boote sollte gesunken sein, so auch die von zwei Fischer aus dem Dorf die von den starken Wellen abgetrieben in Hernani (30 km von Maydolong) die Küsten mit Schwimmen erreicht haben!


So sieht die Wetterlage of aus

  

    
Keine Fische aber Holz


Zehn Tage ununterbrochen schlechtes Wetter: der Grund dafür

    

Mangelware Reis

Zehn Tage solches Wetter bedeutet für die Fischer auch zehn Tage keine Selbstversorgung mit Fischen und kein Einkommen. Dazu kommt, dass die Reisversorgung mit verbilligtem NFA-Reis wieder knapp scheint. Die ganze Verteilung des subventionierten Reises scheint mir sowieso etwas konfus und es würde mich nicht überraschen, wenn Manila gar nicht wüsste wie es in der Provinz zugeht. Der verbilligte Reis (18.50 Pesos das Kilo), ein Hilfsprogramm der Präsidentin, ist eigentlich für Leute mit niedrigem Einkommen gedacht. Allerdings in beschränkter Menge, die von Woche zu Woche variiert: letztlich konnte eine Familie pro Woche Maximum deren fünf Kilos beziehen. Es gibt Wochen, da hat es gar keinen Reis. Eigenartigerweise haben aber alle Staatsangestellten die Möglichkeit monatlich einen Sack zu fünfzig Kilos zu kaufen. Wir, als lizenzierte Sari-Sari Reishändler, konnten bis vor kurzem subventionierten Reis nur in Grocery’s zum Preis von 1330 Pesos (50 Kg) kaufen. Plötzlich war es möglich ihn wieder im NFA-Hauptdepot zu beziehen, aber zu 1400 Pesos. Mit diesem Preis haben aber vor allem die kleinen Sari-Saris grosse Probleme, denn wer kann schon kurzfristig 14'000 Pesos für den Kauf der Mindestmenge von zehn Säcken aufbringen? Von ganz Maydolong konnten dies nur gerade zwei Sari-Sari’s. Wir waren dabei. Mit der Gratisabgabe von zwanzig Kilo Reis an jede Familie mit einem Kind das den öffentlichen Kindergarten besucht, hat sich die Versorgungslage zusätzlich verschärft. Der billigste „Commercial“ Reis kostet derzeit 34 Pesos das Kilo, da ist der NFA Reis immer noch billiger.

 
Unser Reislager

Lustige Geschichte

Taxifahrer: Aus der Tageszeitung Philippines Inquirer: Wie es so üblich ist, werden viele Ausländer, vor allem aber „Promdis“ – so nennt man die Filipinos die ohne grosse Ahnung aus der Provinz nach Manila kommen – von den nicht offiziellen Flughafentaxis mit überhöhten Preisen übers Ohr gehauen. So geschehen, ausserhalb des Niño Aquino Flughafens. Als der Passagier den Taxifahrer aufforderte den Taxmeter einzuschalten, weigerte sich dieser und wies stattdessen auf eine angeblich offizielle Preisliste der Flughafenbehörde hin. Für die Strecke nach Quezon verlangte der Fahrer 700 Pesos. Auch nach der zweiten Aufforderung den Taxmeter einzuschalten geschah nichts. So fuhren sie Richtung Stadt. Als ihn der Gast dann bittet bei der LTO (Land Transportation Office) vorzufahren wird der Fahrer nervös. „Was wollen wir hier? Wer sind Sie?“ Es war der Big Boss der LTO selber! Der Taxifahrer konnte seinen Ausweis an Ort und Stelle abgeben und das Auto wurde beschlagnahmt!

Fahrausweis: Einen Fahrausweis in den Philippinen zu erwerben scheint in der Tat einfach zu sein. Zuerst wird auf dem LTO (Land Transportation Office) ein Lernfahrausweis beantragt. Danach meldet man sich zum Theorie-Test an. Ist dieser erfolgreich verlaufen ist die Prüfung schon bestanden. Ohne je einmal hinter dem Steuerrad eines Autos gesessen zu haben oder den Motor des Trikes anlassen zu können! Der Grund weshalb keine Praxis-Prüfung durchgeführt wird ist, weil die meisten Leute den Fahrausweis gar nicht zum Fahren benötigen. Der Fahrausweis der LTO ist ein sog. „computerisierter“ Ausweis, ein anerkannter Ausweis, den es vor allem braucht um eine Kreditkarte oder einen Pass zu beantragen.





Hier gehts zum Ausdrucken dieses Berichtes als PDF im A4-Format


top Neue Destinationen top

©1999-2012 Text und Foto Willy Blaser, willyblaser@hotmail.com