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El Niňo
Mit etwas Verspätung konnte das Neujahrs Cervelats-Brätle am Strand doch noch
durchgeführt werden. Tja, das Wetter! Die sinnflutartigen Regenfälle hatten
zumindest einen Vorteil, man konnte so nämlich die Schwachstellen des neuen
Daches ausfindig machen. Doch Ende Januar änderte plötzlich das Wetter. Es wurde
heiss, unglaublich heiss. Die Regenzeit setzte gut einen Monat früher als bisher
aus und in vielen Gebieten des Landes herrscht bereits Dürre. Mindanao scheint
am schlimmsten getroffen zu sein. Der Wasserstand der Reservoirs für die
Elektrizitätswerke sank im Februar auf ein dermassen dramatisch kritisches
Niveau, dass nur noch 50% der Stromkapazität produziert werden konnte. Die
Wetterprognosen sehen infolge des El Niňo Effektes für diesen Sommer eine lange
trockene Periode vor. Für Manila wurden Temperaturen bis zu 37 Grad
angekündigt.

Verspätetes "Cervelats-Brätle"
ESAMELCO
Wenn es drei Sachen gibt an die ich mich nie gewöhnen werde, dann sind dies die
ständigen Stromunterbrüche, eine langsame Internetverbindung und der Ausfall des
Händy- TV-Satelliten- und Internet Signals. Je länger ich hier lebe desto mehr
wird mir bewusst, dass ich nicht prädestiniert bin in einem solchen Land zu
leben. Grauenhaft geärgert habe ich mich, als ausgerechnet zum Final des
Australien-Open wieder einmal das Satelliten-Signal ausfiel. Dass ich trotzdem
von diesem dramatischen Spiel etwas mitbekommen habe, verdanke ich Röbi Reich,
der mich vom Zürcher Oberland via Skype über den Verlauf im Tie-Break live
informierte. Merci nochmals!
Die Häufigkeit der Stromausfälle hat in den letzten Monaten zwar abgenommen,
doch manchmal, wie letzten Februar, scheint der Wurm "drin" zu sein. Was sind
die Ursachen? Überlastete Netze? Oder stimmt es was böse Zungen behaupten,
wonach der Eastern Samar Electric Cooperative (ESAMELCO) die Stromzulieferung
abgeklemmt wird, weil diese die Rechnung nicht bezahlt hat?
Die Ausfälle im Februar 2010:
Sonntag, 31.1. Den ganzen Tag Ausfall des Dream TV-Signals
Freitag, 5.2. Stromausfall am späteren Nachmittag bis 21.30 Uhr
Sonntag 7.2. Stromausfall am späteren Nachmittag bis 20.30 Uhr
Dienstag, 9.2. Stromausfall am späteren Nachmittag bis 20.00 Uhr
Freitag, 11.2. Stromausfall ab Mitternacht bis 17.00 Uhr
Samstag, 13.2. Stromausfall von 07.00 Uhr bis 16.31 Uhr
Mittwoch, 17.2. Stromausfall von 22.25 Uhr bis 00.10 Uhr
Donnerstag, 18.2. Den ganzen Morgen bis 14.00 Uhr kein TV Signal
Donnerstag, 18.2. den ganzen Nachmittag kein Globe Händy Signal
Freitag, 26.2. Stromausfall ab 14.15 Uhr, die ganze Nacht
Samstag, 27.2. bis 09.33 Uhr

Eastern Samar Electric Cooperative (ESAMELCO)
Streit mit den Nachbarn
Ja, so was gibt es auch hier. Wir waren schon immer der Ansicht, dass unsere
Nachbarn ihre Häuser viel zu nahe, wenn nicht sogar auf unserem Land gebaut
hätten. Die völlig hilflose Mutter Caspe konnte sich jedoch damals dagegen nicht
wehren, so liess sie die Nachbarn unbehelligt bauen. Mit dem Bau der Mauer für
unsere Trike-Garage gingen daher auch wir ganz an die Grenze unserer Parzelle.
Dies hat einem der Nachbarn nicht gepasst und er reklamierte denn auch
lautstark, was zu einem verbalen Wortgefecht führte. Um die Angelegenheit ein
für alle Mal zu klären, liessen wir beim Kadasteramt in Borongan eine Kopie der
offiziellen Landvermessung erstellen und beauftragten einen Ingenieur das Land
zu vermessen und zu markieren.
Als dieser drei Tage später mit seinem Team und den Grenzsteinen eintrifft,
kommt es zum Eklat. Die Vermessung ergibt, dass die beiden benachbarten Häuser
ganze zwei Meter! auf unserem Land stehen. Grosses Entsetzen herrscht bei den
Nachbarn, verständlich, denn wir selber sind von der Vermessung überrascht.
Diese zweifeln die Gültigkeit der Pläne jedoch an, ja sie beschuldigen uns sogar
das Kadasteramt mit Geld "geschmiert" zu haben um die Pläne zu unseren Gunsten
abzuändern. Als die Arbeiter die Grenzsteine setzten wollen, eskaliert der
Streit. Ich habe dabei nichts verstanden, doch müssen einige nicht gerade schöne
Worte auf beiden Seiten gefallen sein!
Drei Tage später kommt es im Barangay-Hall zu einer Aussprache der Parteien.
Doch es gibt nichts zu diskutieren: unser Landanspruch
ist aufgrund eines offiziellen Dokumentes definiert. Die Nachbarn können
dagegen nichts vorweisen. Sie begründen es damit, weil sie arm seien. Als
ob arme Leute sich nicht an die geltenden Rechte und Ordnung zu respektieren
hätten! Beim Kauf oder
Erwerb von Land keinen offiziellen Landtitel zu besitzen hat jedoch nichts mit Armut,
sondern mit Dummheit zu tun. Wir verzichten auf die Setzung
der Grenzsteine. Alle wissen ja nun wer recht hat. Wir schwierig es ist
mit Leuten zu diskutieren die kaum die Grundschule abgeschlossen haben, hat mir dieses Beispiel eindeutig
gezeigt. Der Frieden ist inzwischen wieder zurückgekehrt. Seither haben wir
einzig ein paar Sari-Sari Kunden weniger...
Winterolympiade in den Philippinen
1,3 Mio Schweizer Fernsehzuschauer haben die Goldsprünge von Simon Amman auf der
Olympiaschanze live mitverfolgt. Welch ein emotionaler Augenblick muss das für Sportfans gewesen sein! Ich habe diesen leider leider verpasst. Doch ganz ohne Olympia
blieb ich trotzdem nicht. Auf dem philippinischen TV-Sender "Solar TV" gab
es täglich mehrere Stunden Aufzeichnungen vom
Eiskunstlaufen, Eisschnelllaufen, Bob und Snowboard. So konnte ich in der hiesigen
Hitze dennoch etwas Olympia schnuppern.
Tsunami-Alarm!
Die schrecklichen Bilder des Tsunamis von 2004
sind mir noch in bester Erinnerung. Die Menschen sind seit diesem Desaster über
solche Naturkatastrophen mehr sensibilisiert und auch mehr informiert. Bessere
Frühwarnsysteme wurden seither installiert. Dass ich sechs Jahre später
persönlich mit einer Tsunami Warnung konfrontiert werden sollte, dies hätte ich mir nicht
träumen lassen. So stehe ich an diesem wunderschönen Sonntagmorgen des 28,
Februars um 08.00 Uhr auf der Terrasse unseres Hauses und blicke nachdenklich
auf den azurblauen Pazifischen Ozean hinaus. In etwa fünf Stunden sollen die am
Vortag beim Erdbeben in Chile ausgelösten Tsunami-Wellen hier die Küste
erreichen! Wie hoch und stark werden sie sein? Ist unser Haus fünfzig Meter vom
Meer entfernt in ernsthafter Gefahr? Dass hier in wenige Stunden die ganze Küste
verwüstet sein könnte scheint so unrealistisch, dass man an so was gar nicht
richtig glauben kann. In Sri Lanka, einige Tausend Kilometer vom Epizentrum des
Erdbebens in Indonesien entfernt, wurde damals ein ganzer Zug durch die Wucht
der Wellen aus dem Gleis gehoben und wie ein Spielzeug durch die Luft gewirbelt!
Müssen wir das Haus evakuieren? Ich habe noch etwas Zeit um zu entscheiden.

Sonntagmorgen, 09.00 Uhr: Blick vom Balkon auf den "noch" ruhigen Pazifik
Ohne das SMS von Hene Wiedmer (Americano) vom Samstag um 17.16 Uhr hätte ich vom
Erdbeben in Chile und der Tsunami-Warnung für den ganzen Pazifischen Raum gar
nichts erfahren. Vergeblich warten wir um 19.00 Uhr in den News vom Sender GMA
auf eine entsprechende Information. Ich hoffe im Internet erste Informationen
über die Gefahr bezüglich den Philippinen vorzufinden. Doch weder auf der
Webseite von PHILVOLCS (Philippine Volcanic und Seismology Institute) noch von
PAGASA (Philippine Atmospheric, Geographical and Astronomical Services
Administration) ist von einer möglichen Tsunami-Gefahr etwas zu erfahren. Wann
sollen denn die möglichen Tsunami-Wellen überhaupt die Philippinen erreichen? In
der Nacht? Am frühen Morgen? Ich bin über diese mangelhafte Information
entsetzt. Vermutlich wird dies erst im Verlaufe des morgigen Tages sein. Auf dem
kleinen Globus der Kinder veranschauliche ich mir die Distanz zwischen Chile und
den Philippinen. Mensch. das ist ja eine halbe Weltreise! Ob die Wellen nach
einer solchen Distanz noch immer so destruktiv sein können? Ist kaum anzunehmen,
aber wer weiss es sicher? Ich rechne grob aus, dass die Wellen uns auf keinen
Fall vor 10.00 Uhr erreichen können. Bis dahin haben wir also noch etwas Zeit.
Ich werde morgen früh aufstehen um mich im TV zu orientieren. Bevor ich schlafen
gehe, packe ich jedoch vorsorglicherweise meine wichtigsten Sachen. Sollten die
Wellen uns doch früher als angenommen erreichen, wäre ich bereit.
Sonntagmorgen, 28. Februar
Ich bin früh wach. Um 05.00 Uhr verfolge ich die Berichterstattung live auf CNN.
Es erstaunt mich, dass überhaupt keine Informationen von Französich Polynesien
vorliegen. Der Tsunami sollte diese Inseln in der Zwischenzeit doch erreicht
haben. Oder ist dort vielleicht alles zerstört? Mit grosser Besorgnis erwartet
man demnächst die Wellen in Hawaii. Auf der Webseite der PHILVOLCS finde ich ein
Pressecommuniqué datiert vom Vorabend 23.30 Uhr vor: Tsunami-Warnung Stufe 1.
Dies bedeutet sich für eine mögliche Evakuation bereit zu halten. Endlich
erfahre ich auch die geschätzte Ankunftszeit: mit einer Geschwindigkeit von 500
Kilometer pro Stunde, sollten die Wellen die Küste der Philippinen zwischen
13.00 Uhr und 14.30 Uhr erreichen. Wir haben also noch redlich Zeit zu
entscheiden was zu tun. Ich drucke das Pressecommuniqué für die Nachbarn aus. Wo
bleibt die Information der lokalen Behörden? Schlafen die noch? Existiert
überhaupt ein Evakuationsplan? Wohin müssten die Leute im Notfall in Sicherheit
gebracht werden sollen? Und wie? Stehen Transportmittel, Lastwagen, Jeepneys,
Trikes zur Verfügung? Herrgott noch mal, so was kann man nicht innert ein paar
Minuten organisieren.
Inzwischen ist es 08.00 Uhr. Der TV-Sender GMA läuft seit morgen früh. Wir
warten weiterhin vergeblich auf Informationen. Es ist zum verzweifeln!
Dreiundfünfzig Länder sind vom Pacific Tsunami Warning Center von Hawaii
alarmiert worden und niemand reagiert hier! Viele Leute im Dorf sind
mittlerweile durch SMS von Bekannten und Freunden aus dem In- und Ausland auf
die Tsunami-Gefahr aufmerksam gemacht worden und wissen nicht was tun. Die
wenigsten haben wie ich die Möglichkeit sich via CNN von Minute zu Minute über
die Situation informieren zu können.
09.00 Uhr:
Viele Nachbarn haben das Dorf Richtung der höher gelegenen Reisfelder im
Hinterland bereits verlassen. Auch Jennifers Schwester mitsamt Familie. Und wir?
Bevor ich irgendetwas entscheide, will ich zuerst die Ankunft der Wellen in
Hawaii abwarten.
Die Wellen haben Hawaii erreicht. Diese sind zum Glück harmlos ausgefallen. Die
Gefahr scheint damit gebannt, doch ist noch zu früh um Entwarnung zu geben.
Abwarten. Mal schauen was an der Ostküste von Neuseeland und Australien
passiert.
10.13 Uhr:
Endlich ein Flash-Report von GMA. Es wird über eine mögliche Evakuation der
Küstengebiete informiert.
10.30 Uhr:
Laut CNN bereitet man in Japan eine gross angelegte Evakuation vor.
10.44 Uhr:
Die lokalen Behörden haben scheinbar ausgeschlafen. Die Polizei patrouilliert
durch das Dorf und verkündet per Lautsprecher etwas von Tsunami und möglicher
Evakuierung.
11.30 Uhr:
2. GMA Flash-Report: Tsunami-Alarmstufe 2. Die Höhe der Wellen wird auf einen
Meter geschätzt. Für mich besteht nun überhaupt kein Anlass mehr das Haus zu
evakuieren. Zur absoluten Sicherheit will ich aber noch die Ankunft der Wellen
in Japan abwarten.
13.30 Uhr:
Die ersten Wellen sollten die Küste Japans demnächst erreichen. Vergeblich warte
ich auf einen neuen Flash-Report von GMA. Währenddem in Japan in den letzten
Stunden vierhunderttausend Menschen evakuiert werden, amüsiert man sich auf den
philippinischen TV-Sendern mit Shows, Gesang und Tanz!
14.00 Uhr:
Die ersten Wellen haben Japan erreicht, Wie in Hawaii fallen auch diese harmlos
aus. Damit ist für mich klar, dass wir im Haus bleiben. Die Gefahr scheint
gebannt.
15.00 Uhr:
Das Pacific Tsunami Warning Center in Hawai hat Entwarnung gegeben. Nur noch
Japan und Russland sind auf Alarmstufe. Aber wer weiss das hier schon? Weshalb
kommt die Polizei nicht vorbei um Entwarnung zu geben?
17.00 Uhr:
Die ersten Tsunami-Wellen haben die Küste in Maydolong erreicht. Diese
unterscheiden sich kaum von stärkeren Flutwellen. Dass es sich aber eindeutig um
den Tsunami handelt, ist der typisch rasche Rückgang und Anstieg des
Wasserspiegels. Innert fünfundvierzig Minuten wiederholt sich dieses
einzigartige Naturschauspiel viermal.

Der Weg der Tsunami-Wellen durch den Pazifik
Hatten die Behörden alles im Griff?
Alles ist zum Glück glimpflich abgelaufen. Die japanischen Behörden haben mit
ihrer Evakuation wohl etwas überreagiert, verständlich aber, wenn man an die
Menschenopfer des letzten Tsunami in Japan erinnert. Die PHILVOLCS schien mir
auf der Höhe ihrer Aufgabe und hat meiner Ansicht nach die Situation sachlich
und richtig analysiert. Ob dasselbe von den Behörden zu sagen ist? Der
Tsunami-Alarm war in der Presse kein Thema. Niemand ist zu Schaden gekommen,
daher gibt es im Nachhinein auch keinen Anlass die verschiedenen Massnahmen der
lokalen Behörden zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Wenn es zutrifft,
dass in den 19.00 Uhr Nachrichten von GMA am Vortag nichts über die mögliche
Tsunami-Gefahr berichtet wurde, dann ist der Flash-Report von 10.13 Uhr sowie
die Mitteilung der Polizei um 10.44 Uhr verdammt spät! Ich kann mir diese späte
Information nur so erklären, dass gestützt auf die Analyse des Pacific Tsunami
Warning Centers in Hawaii, die Gefahr für die Philippinen als sehr gering
eingeschätzt wurde und man daher die Bevölkerung nicht unnötig in Panik
versetzen wollte. Doch gerade diese fehlenden Anweisungen haben in den
betreffenden Regionen zur Panik geführt. In Borongan, der Provinzhauptstadt,
sollen Tausende von Leuten geflüchtet sein was zu einem grossen Verkehrschaos
geführt haben soll. In Hernani, ein Nachbardorf, soll das ganze Dorf evakuiert
worden sein. Bei uns hat man es nicht einmal für nötig gehalten die Leute über
die Entwarnung zu informieren. Viele Leute haben so die ganze Nacht in den
Reisfeldern verbracht. Man berichtet auch, dass etliche Leute geflohen seien,
weil sie sahen wie der Bürgermeister mitsamt Familie am Morgen mit seinem Auto
weggefahren sei!
Ein Glück, dass an diesem Wochenende wenigstens alle Kommunikationsmittel (Händysignal,
Internetsignal) einwandfrei funktionierten. Dies ist in einem Lande wo zu jeder
Tageszeit mit Stromausfall gerechnet werden muss keine Selbstverständlichkeit.

Evakuations-Tafel zwischen Balangkayan und Llorente bis zum 28. Februar oft belächelt!
Seltsames weisses Pulver
Einige Tage vor Weihnachten 2009 entdeckten drei Fischer in den Küstengewässern
vor Llorente seltsame Säcke in welchen sich verschweisste Plastiksäcke mit einem
weissen Pulver befanden. Die Analyse durch die Polizei war eindeutig: Kokain! In
den nachfolgenden Tagen wurden immer grössere Mengen "weisses Pulver" an die
Küste Eastern Samar angeschwemmt. Auch in Maydolong. Laut Polizei. soll der
"Stoff" von einem Schiff stammen, dass von einem Südamerikanischen Land nach
Hong-Kong unterwegs war. Die philippinische Regierung war von US Behörden über
den Inhalt der Fracht, ca. 1,5 To Kokain, informiert worden. Die Schiffbesatzung
muss vermutlich einen Tipp erhalten haben wonach sie von der Drogenpolizei unter Verdacht und Überwachung standen. Um einer möglichen
Verhaftung zu entgehen, hätten sie die ganze Ladung vor Borongan ins Meer
entsorgt!
In einer gemeinsamen Aktion der Philippine Drug Enforcement Agency (PDEA), der
Polizei und der Armee wurde mit Hilfe von Armeehelikopter die Küste abgesucht.
Am 8. Januar meldeten die Behörden, dass Fischer vor der Küste von Llorente und
Hernani 42 neue "Briketts" gefünden hätten, womit bisher insgesamt 283 "Briketts"
der Polizei übergeben wurde. PDEA Direktor Santiago machte den auch den
Vorschlag einen Sack Reis pro "Briket" als Finderlohn zu geben. Angesichts des
Wertes (1 Brikett = 5 Mio Pesos / CHF 120'000.-) wird jedoch
befürchtet, dass eine
grosse Menge des gefundenen Stoffes von den Bewohnern gehortet und versteckt
werde. Das Justizministerium warnte daher ausdrücklich, dass der Besitz von
Drogen strengstens verboten ist und mit bis zu lebenslänglicher Haft gebüsst
werden kann.
Seltsame Geschehnisse sind seither bei uns im Dorf passiert. In einem Karaoke
kam es vor einem Monat zu einer Schiesserei, als scheinbar ein Teilhaber seinen
Fundanteil abholen wollte. Böse Zungen berichten auch wie verschiedene Leute plötzlich
Besitzer neuer Motorräder und Trikes sind oder sogar Sari-Sari eröffneten! Der jüngste
Zwischenfall ereignete sich vor kurzem in unserer Nachbarschaft. Ein junger
Bursche der angeblich Alkohol konsumierte und komisches weisses Zeug kiffte,
stach sich mit einem Küchenmesser in den Bauch. Sein Zustand ist
kritisch und er liegt derzeit im Spital in Tacloban.
Blick hinter das Eingangstor
Die Bauarbeiter sind weg, obwohl es noch viel zu
tun gäbe. Es sind Details die hier völlig unwichtig sind, für unsereins jedoch
störend, „halbpatzig“ wirken. So bin ich es der den Bauschutt wegräumt, die
Strasse vor dem Haus wischt, die Zementschlacken in der Balustrade und die
Farbspritzer auf Fensterrahmen und Glasscheiben mühsam entferne. Ach die
Sauberkeit! Du kannst jeden Tag vor Deinem Hause aufräumen und sauber machen,
innert kürzester Zeit ist es wieder dreckig. Plastik, leere Konservendosen, ja
zerbrochene Flaschen liegen einfach so herum ohne dass sich daran jemanden
stört. Offenbar müssen sich die Leute in diesem „Dreck“ wohlfühlen. Der Zugang
zu unserem Schweinestall ist ja sauberer als der Hauseingang zu meinem Schwager!
Die Gartengestaltung ist die nächste Aufgabe. Zuerst muss der Boden mit Erde
aufgefüllt werden. Drei Lastwagenvoll braucht es um das Ganze zu nivellieren.
Dann wird der Garten entlang der Mauer angelegt. Bäume, Sträucher, Bermudarasen
und Blumen sollen die Anlage verschönern. Doch in unserer Umgebung gibt es kein
Gartencenter wo alles einfach gekauft werden kann. Jede einzelne Blume, jeder
Strauch müssen wir bei den Nachbarn erbetteln. Nun, die Bougainvilla- und
Hibiskussträuche, eine Fächerpalme (Baum der Reisenden), die Tagetes und Rosen
sind gesetzt und wir sind gespannt wie es in einem halben Jahr aussehen wird.
Der Garten gedeiht prächtig und wir hoffen, dass wir weiterhin von Wirbelstürmen
verschont bleiben. Die bisher einzige tropische Depression „Agaton“ zog vor
einem Monat 955 Km östlich von Borongan an uns vorbei!

Der Eingang

Das neue Trike-. Podpod- und Velo Garage - re der Orchideengarten

Die ersten Blumen...

Unser Garten

Das erste Gemüse ist geerntet: li Bittergurken (Ampalaya) - re Schlangenbohnen (Sitau)

Die Tomaten: Ob die Blüten dieses Jahr auch wieder künstlich befruchtet werden müssen?
Philippines Airlines und Cebu Pacific auf der "Schwarzen Liste" der EU
Und wieder eine negative Schlagzeile aus den
Philippinen! Von den insgesamt 278 Fluggesellschaften aus 17 Ländern die
kürzlich von der EU auf die „Schwarze Liste“ gesetzt worden sind, figurieren
Fluggesellschaften u.a. aus Sudan, Gabon, Djibouti, Angola, Benin, Congo. Zambia,
Equatolrial Guinea und ... die Philippinen! Betroffen sind dabei die Philippines
Airlines (PAL) und die Cebu Pacific (Cebu). Es heisst die Behörden hätten
mehrfach gegen die Vorschriften der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation
(ICAO) verstossen, welche Standards in Sicherheitskontrollen, Wartung und den
Zustand der Flugzeuge festlegt.

Zum Schluss...

Zu Besuch an der Roxas Street: Donuts-Wagen, Akrobaten, Wahlkampagne
Und nicht vergessen

...bis zum 15. April sind die Einkommenssteuern zu bezahlen!
Nächster Bericht: Spezial Präsidentschaftswahlen 2010
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