Page 1 - Willy Blaser - Philippinen
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Reisebericht Philippinen Weihnachten/Neujahr 2024/25

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              Taifunsaison 2024/2025


              Wir sind zurück aus Thailand. Die Reisfelder sind inzwischen geerntet. Wir sind kaum
              eine Woche zu Hause, schon werden wir von einem Taifun bedroht. Mit etwa 18 bis
              20 Taifunen pro Jahr sind die Philippinen eines der am häufigsten und schwersten

              betroffen Land weltweit. Die Taifune entstehen im Pazifischen Ozean, süd-östlich
              der Philippinen und ziehen dann in westlicher Richtung der philippinische Ost-Küste
              zu. Bei der Überquerung des Archipels nach Westen, verursachen diese jedes Mal
              grossen Sachschaden und viele Todesopfer. Oftmals ziehen diese auch nördlich der
              Ostküste von Nordluzon vorbei. Wir an der Westküste sind durch die im Osten vor-
              handene Cordillera Madre allerdings etwas geschützt, und werden in der Regel we-
              niger schwer getroffen als die Leute an der Ostküste. Da ein Taifun allerdings einen
              Durchmesser bis 1'400 Km aufweisen kann, sind wir bei uns dennoch von den star-

              ken Regenfällen und Wind betroffen. Innerhalb von einem Monat wurden wir gleich
              von fünf Taifunen heimgesucht. welche erneut für viele Todesopfer und grosse Ver-
              wüstung sorgten.






















              PAGASA, die zuständige philippinischen Wetterbehörde verfolgt den Pfad eines auf-
              kommenden Taifuns auf Schritt und Tritt und berechnet den Pfad und Zeitplan des

              Landfalls aus um die gefährdeten Regionen so früh wie möglich zu warnen. Dass
              damit auch das Reisen, besonders das Fliegen in Mitleidenschaft gezogen wird, muss
              sich jeder Philippinen Reisender bewusst sein.
              Bei Alarmbereitschaft «Signal 1» werden sicherheitshalber bereits die Schulen ge-
              schlossen. «Walang pasok» nennt sich das. Oftmals stimmt die Wettervorhersage je-
              doch überhaupt nicht zu. Kürzlich erhielten wir mitten in der Nacht via Händy die

              Alarmmeldung «Signal 3». Beim Frühstück schien die Sonne! Nicht verwunderlich,
              dass die Lehrerschaft bei so vielen ausgefallenen Lektionen um mehrere Wochen
              mit ihrem Lehrplan im Hintertreffen ist.  Das Schuhjahr 2024/25 wird daher auf Kos-
              ten der Schulferien einen Monat länger  dauern.
              Der bisher stärkste Tropensturm mit Windgeschwindigkeit bis zu 240 km/h wurde
              uns für den 16. November angesagt. Hunderttausende von Menschen mussten sich

              in Sicherheit bringen. Unsere Provinz wurde in Alarmbereitschaft Signal 4 (2. Höch-
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