Page 8 - Trekking zum Annapurna Base Camp
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geht es rasant vierhundert Höhenmeter hinunter nach Naubise. Wie seit jeher herrscht reger
Verkehr. Unzählige schwer beladene Lastwagen kriechen im Schneckentempo die Strasse
hinauf. Viele schaffen den Aufstieg nicht. Der Motor dampft wie eine Lokomotive, blockieren
sie die sonst schon enge Strasse. Die Landschaft geprägt von Tausenden Reisterrassen, die in
den verschiedenen Grün und Gelb wie ein Flickwerk aussieht, ist bezaubernd. Wir folgen dem

Fluss Trisuli der linken Talseite entlang. Das Tal wird zunehmend enger und die Abgründe
immer erschreckender. Gefahren wird jedoch wie die Räuber. Nicht verwunderlich, dass man
regelmässig von schweren Unfällen in den Zeitungen liest. Unser junger Chauffeur lässt sich
dagegen auf keine gewagten Überholmanöver ein und fährt sehr vorsichtig. Weniger
vorsichtig war wohl jener Fahrer des Lokalbusses der nach Manakamana, kurz vor unserer
Durchfahrt, über die Böschung hinaus fuhr und tief unten im Bachbett landete! Fazit:
sechzehn Tote und viele Verletzte. Ein Schaudern geht beim Anblick der Unfallstelle durch

mich. Lieber ein etwas teueres Ticket kaufen, dafür aber sicher ankommen. In Muglin
vereinigen sich die beiden Flüsse Trisuli und der von Pokhara herkommende Marsyandi. Über
eine grosse Stahlbrücke überqueren wir den breiten Fluss. Von nun an geht es wieder
aufwärts, nach Pokhara auf 700 m. Die Fahrt dauert heute in der Regel fünf Stunden. Als wir in
Pokhara ankommen ist es regnerisch. Vom bekannten grandiosen Panorama auf die
Annapaurna-Kette ist nichts zu sehen. Ich bin enttäuscht. Sind wir eventuell doch zu früh zu
unserem Trekking gestartet?

















Start nach Pokhara

















Die Fahrt dauert in der Regel fünf Stunden







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