Page 20 - Willy Blaser - Mabuhay
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lutschen wir fortan diese. Da ich die Strecke von Beni nach Tatopani wegen der zahlreichen
Steintreppen so fürchterlich beschrieben hatte, beginnt meine Schwester, die Treppen zu
zählen. Nach der 35. Steintreppe begreift auch sie, weshalb ich diese so "hasste". Der schmale
Weg entlang dem Fluss führt über unzählige steile Kornischen. Vierzig Meter hinauf, vierzig
Meter hinunter, dreissig Meter hinauf, dreissig Meter hinunter. Kaum hat man sich erholt,

kommt bereits wieder der nächste Aufstieg. So zählen wir Treppe Nummer 42, 43, 44, bis
endlich im Dorf Galeswor die 45. und letzte Treppe wie die Eigernordwand vor uns steht.




















Bild links: wie weit geht es noch? - Bild rechts: unbekannter Berg





























Bild links: Pause - Bild rechts: die 45. und letzte Treppe

Beflügelt durch die Nähe des Zieles, nehme ich diese letzte Hürde mit relativer Leichtigkeit.

Wir haben es geschafft. Die restlichen Kilometer auf der neuen Naturstrasse, welche eines
Tages bis nach Jomoson führen soll, ist nur noch eine Formsache. Mit noch schlimmerem
Muskelkater als in Tatopani kommen wir nach acht Stunden in "meinem" geliebten Beni an.
Obwohl ich diese Strecke Beni - Tukuche nun schon zum dritten Mal zurückgelegt hatte, war
es wiederum ein wunderschönes Trekking. Es war mir vor allem eine Freude, meiner



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