Page 3 - Swiss Frey's Peak BC Trekking
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deswegen meinen Flug von Manila nach Bangkok um. Doch Moment, die kennen den Blaser
noch nicht. Ich informiere via E-Mail das Ministerium für Tourismus in New-Delhi mit Kopie an
den indischen Botschafter in Manila über diese Praxis und beschwere mich darüber. Drei Tage
später erhalte ich ein Mail von der indischen Botschaft in Manila: „Bringen Sie den Pass damit
wir die Angelegenheit erledigen können!“ Aha, scheinbar hat meine Intervention doch etwas

genützt. Diesmal erscheine ich persönlich auf der Botschaft. Innerhalb von zehn Minuten
erhalte ich den Pass mit der abgeänderten Gültigkeit zurück. Ich lasse es mir nicht nehmen die
„Bürogummsle“ darauf hinzuweisen, dass die Dauer der Gültigkeit auf der eigenen Webseite
mit sechs Monaten angegeben ist. Ihre Antwort: „ist nicht mehr gültig!“ Tja, weshalb wird es
dann nicht geändert?


Einen Tag auf der Immigration in Manila


Touristen die sich mehr als sechs Monaten auf den Philippen aufhalten, müssen bei der
Ausreise eine Exit Clearance vorweisen, eine Bestätigung, dass die betreffende Person keine
kriminelle Taten begangen hat und nicht „blacklistet“ ist. Stellen Sie sich so was in der Schweiz
vor? Wie würden die Ausländerorganisation da wieder „Sturm“ laufen, dies sei entgegen den

Menschenrechten. Da dieses Papier nur auf dem Immigration Office in Manila ausgestellt wird
und ich seit Mitte August in der Provinz Estern Samar wohne, muss ich erneut umdisponieren
und den Flug nach Manila zu einem früheren Zeitpunkt buchen. Wie jeder der schon ein wenig
in den Philippinen umhergereist ist, weiss, dass man hier immer mit Unerwartetem rechnen
muss. Ich buche daher den Sonntagmorgenflug um 06.50 Uhr, was soviel bedeutet, dass ich in
Maydolong bereits um 01.30 Uhr abreisen muss. Beim Check-in gibt’s Probleme: das
Computer System funktioniert nicht. Ich, mit einem zweimal umgebuchten elektronischen
Ticket, stehe da wie ein gekläpfter Hund. Durch den Systemausfall hat auch das Flugzeug
Verspätung. Nach rund zwei Stunden Warten, kriege ich nach „leichtem“ drängen die Borading

Karte dann doch noch. Somit wären wir schon mal in Manila. Ich kann nun nur hoffen, dass ich
dieses Papier im Verlaufe des Montags erhalte, denn mein Flug nach Bangkok ist am
Dienstagmorgen. Zum ersten Mal seit langem gibt es mit dem Flughafentaxi ins Hotel an der
Adriatico Street kein Theater und keinen „Abriss“. Anstandslos schaltet der Taxidriver den
Taxmeter ein. Die Fahrt kostet mich am Schluss gerade 85 Pesos! Erstaunlich.


Am Montagmorgen stehe ich bereits um 08.00 Uhr vor dem imposanten Gebäude der
Immigration in Intramuros. Ich frage mich durch, bis ich endlich in einem Nebengebäude am
Schalter 27 das ausgefüllte Formular, Pass, Fotokopien von bestimmten Passseiten und drei

Passfotos abgeben kann. Nach knapp zehn Minuten ruft mich der Beamte wieder zu sich. Die
Kontrolle ist bereits erledigt. Auf dem Formular lese ich den grossen roten Stempel mit der
Aufschrift „No records found“. Ich werde nun in ein anderes Gebäude geschickt um die
Expressgebühr von 500 Pesos zu bezahlen. Zurück am Schalter 27 heisst es, dass ich um 14.30
am Schalter vorsprechen soll. Super, ich hätte nicht gedacht, dass dies so einfach geht. Voller



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