Page 3 - Tagebuch meines Trekkings nach Pangpema
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Zurück zu meiner Vorbereitung. Aus Visumtechnischen Gründen musste ich die Philippinen
bereits vor dem 8. September verlassen. Viel zu früh um nach Nepal zu reisen. Um diese
Jahreszeit herrscht dort noch die Monsunzeit. So verbrachte ich die Zeit bis zum Abflug in
Pattaya (Thailand). Es gibt für mich keinen idealeren Ort um sich auf ein Trekking
vorzubereiten. Man findet hier einfach alles. Der längere Aufenthalt in Pattaya kam mir vor

allem sehr gelegen um mein Fussgelenk sukzessiv an längere Belastungen zu gewöhnen. Nach
dem ersten zweieinhalbstündigen Marsch auf den Hügel des „Big Buddha“ humpelte ich
erneut so stark, dass wohl niemand einen „Pfifferling“ darauf gewettet hätte, dass ich kurz vor
der Abreise zu einem Trekking stehe. Aus Erfahrung weiss ich jedoch inzwischen, dass diese
durch die Dehnung der Sehnen verursachten Beschwerden meistens nach vier bis fünf Tagen
abklingen. Doch nicht nur das Fussgelenk machte Probleme, ich fing an beiden Schienbeinen
auch noch eine Knochenhautentzündung ein! Auf das Marschtraining musste ich vorerst

gänzlich verzichten, als Ersatz stand dafür Velofahren im Fitness-Center auf dem Programm.

Das Trekking zum ABC war ein sogenanntes Steintreppen-Trekking, ideal um in Turnschuhen

marschieren zu können. Da der Weg nach Pangpema vermutlich anders aussehen wird,
musste ich unbedingt noch neue Wanderschuhe kaufen. Das erste Einlaufen endete bereits
nach vierhundert Meter, so sehr drückte mich der Schuhschaft schmerzhaft auf die Narbe.
Morgens um 05.45 suchte ich in einem der 7-Eleven Läden an der Beach Road irgend etwas
um mein Problem zu lösen. Da bekanntlich Not erfinderisch macht, kaufte ich Modess-
Damenbinden um die Druckstelle zu polstern. Die Schmerzen wurden damit zwar etwas
gelindert, aber Damenbinden sind eindeutig für etwas anderes gedacht! Die beste Lösung fand
ich schlussendlich mit einem Scotch Brite Küchenschwamm.


Wie bei allen früheren Trekkings, kam nach der anfänglichen Euphorie, auch diesmal plötzlich
der „Hänger“. Verunsicherung, Bedenken und Zweifel kamen auf, dieses schwierige Trekking

nicht zu schaffen. Noch drei Tage vor dem Abflug behinderte mich das Fussgelenk noch immer
sehr stark. So was gibt einem zu denken. Es war aber bisher noch jedes Mal so. Nach
erfolgtem Trekking war ich gottenfroh mich dazu durchgerungen zu haben. So wird es auch
diesmal sein.

















Trainingslager Pattaya Beach




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